Bei einer Verkehrskontrolle in der Christian-Seltmann-Straße in Weiden zog einer der Streifenbeamten der Polizei seine Dienstwaffe. Die Beamten hielten am Sonntag gegen 1.45 Uhr ein mit vier Personen im Alter zwischen 21 und 25 Jahren besetztes Fahrzeug an. Während eine Beamtin sich zum Fahrer begab, ging ihr Kollege zur Absicherung der Kontrolle zunächst auf die Beifahrerseite. Hierbei fielen ihm die überaus hektischen Handlungen eines hinten links sitzenden Mitfahrers auf.
Weil der Beamte die Situation nicht genau beobachten und deuten konnte, ging er zu ihm und öffnete die Fahrzeugtüre. Dabei sah der Polizist den Griff einer Pistole unter dem rechten Bein des 22-Jährigen. Der Beamte blockierte die Waffe mit seinem Fuß und zog gleichzeitig seine Dienstpistole.
Die Fahrzeuginsassen mussten das Auto verlassen. Die Pistole wurde sichergestellt. Es handelte sich um eine Schreckschusswaffe, die auf den ersten Blick nicht von einer scharfen Waffe zu unterscheiden ist. Der 22-Jährige besitzt den „Kleinen Waffenschein“. Die geladene Waffe führe er nach eigenen Angaben „immer und überall zum Selbstschutz“ mit. Normalerweise trage er sie im Hosenbund. Beim Sitzen im Auto sei sie aber unbequem geworden, weshalb er die Pistole neben sich auf den Sitz gelegt hatte.
Bezüglich des Führens der Waffe lag laut Polizei grundsätzlich kein rechtlicher Verstoß vor. Aufgrund des sehr leichtfertigen Umgangs mit der Waffe werde das zuständige Amt prüfen, ob der Mann für den Umgang mit einer Waffe geeignet ist.













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