15.11.2019 - 11:30 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schüler lernen Probleme zu lösen

Digitale Techniken und neue Unterrichtsinhalte haben den Schulalltag an den beruflichen Schulen verändert. Am „Get-Together-Tag“ der Staatlichen Wirtschaftsschule wurde vieles davon vorgestellt.

Die stellvertretende Schulleiterin der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule Martina Auer-Bertelshofer begrüßt die Kooperationspartner der Schule.
von Siegfried BühnerProfil

Die Gustl-Lang-Schule hatte ihre Kooperationspartner aus Unternehmen, Bildungseinrichtungen und der Arbeitsverwaltung zu einem Informationsnachmittag eingeladen. Schüler verbringen ab der siebten Jahrgangsstufe viele Stunden bei diesen Partnereinrichtungen im Rahmen von Praktika oder Berufsinformationsveranstaltungen. Deshalb sollten diese auch über das Wichtigste aus dem aktuellen Schulgeschehen informiert werden. Wie sehr sich Schule und der Unterricht verändert haben wurde anhand zahlreicher Beispiele erläutert.

„Jeder Schüler hat Zugriff auf die Lernplattform Mebis“, berichtete Fachbetreuer Thomas Reger. Alle Arbeitsblätter wären dort gespeichert und könnten auch von daheim aufgerufen werden. Digitales Lernen findet auch beim Einsatz der kaufmännischen Simulationssoftware "Simtrade" statt. Schüler arbeiten in einem simulierten Handelsbetrieb und erledigen fast spielerisch Käufe und Verkäufe.

Dass Betriebswirtschaft heutzutage ganz anders als früher gelehrt wird, beschrieb Seminarlehrer Klaus Binner. „Die zehn Bestandteile eines Schecks muss man nicht mehr lernen.“ Analysieren, Beurteilen, Kommunizieren und Handeln stehe heutzutage im Vordergrund. Vor allem gelte es Problemstellungen zu lösen. So zum Beispiel bei dem Auftrag, einen eigenen Mietvertag abzuschließen und dabei bestimmte Teilaufgaben zu lösen. Von einer veränderten Rolle der Lehrer als Moderatoren sprach die stellvertretende Schulleiterin Martina Auer-Bertelshofer. Längst sei es normal geworden, dass sich auch die Lehrer sich einmal von einem Schüler etwas zeigen lassen. „Und auch wir Lehrer machen ein Betriebspraktikum.“

Informiert wurde auch darüber, dass sich die Staatliche Wirtschaftsschule am Modellversuch „Private Handy-Nutzung“ beteiligt. Als Seminarschule für Referendare wird eng mit der Europaberufsschule und der FOS/BOS im Rahmen eines Kooperationsmodells zusammengearbeitet. Jürgen Dobmann informiert über das Berufsorientierungskonzept, das auf den Übergang in eine Berufsausbildung vorbereiten soll. Es reicht von Klasse sieben bis Klasse zehn und enthält unter anderem Berufserkundungen, Potenzialanalyse durch externen Bildungsträger, Werkstatttage, Berufswahlseminare, einen Knigge-Vortrag, betreute Betriebspraktika und Einzelberatung beim Berufsberater. Zusammengearbeitet werde auch mit dem Übzo.

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