31.01.2020 - 21:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Schulamtsdirektorin zu Schulübertritt: Mittelschule als starke Alternative

Beim Übertritt nach der vierten Klassen dürfen die Mittelschulen nicht vergessen werden, meint Schulamtsdirektorin Christine Söllner. Und verweist auf die Stärken der Schulart.

In der vierten Klasse fällt die Entscheidung, in welchem Schultyp die Jungen und Mädchen ab der fünften Klasse die Schulbank drücken wollen.
von Externer BeitragProfil

So biete die bayerische Mittelschule mit drei Säulen „Stark für den Beruf“, „Stark im Wissen“ und „Stark als Person“ wohnortnah grundlegende Allgemeinbildung, Erziehung sowie intensive und praxisnahe berufliche Orientierung.

Organisiert als Einzelschule oder in Schulverbünden können laut Söllner nach zehn Jahren der Mittlere Schulabschluss sowie nach neun Schulbesuchsjahren der erfolgreiche oder qualifizierende Abschluss erworben werden.

Jeder Schulverbund stellt laut Pressemitteilung ein Ganztagsangebot, individuelle Förderung durch modulare Förderung, alle berufsorientierenden Zweige und einen Mittlere-Reife-Zug verbindlich zur Verfügung.

Seit dem Schuljahr 2011/12 werden das Fach Arbeit-Wirtschaft-Technik und ein berufsorientierendes Wahlpflichtfach in der Abschlussprüfung gemeinsam in einer Projektprüfung geprüft. Inklusion und Integration würden bei allen Entscheidungen der Schule und der Schulverbünde bedacht, so Söllner.

Ausgeprägte Berufsorientierung

Konkret bedeuten die drei Säulen laut Schulamt folgendes: „Stark für den Beruf“ steht dafür, dass die Mittelschule den Schülern eine ausgeprägte Berufsorientierung bietet. Die Schüler können sich zielgerichtet auf die Berufswahl vorbereiten und die Chance, den „richtigen“ Beruf zu finden, wird deutlich größer. Der Unterricht orientiert sich an der Praxis: Bei Betriebserkundungen und Praktika knüpfen die Schüler erste Kontakte zu Betrieben, die auch für die spätere Ausbildung nützlich sein können.

Differenzierte Förderung

„Stark im Wissen“: Die Mittelschule fördert alle Schüler individuell und differenziert: Sie legt Wert darauf, dass möglichst alle Jugendlichen einen Abschluss erreichen. Außerdem bietet sie leistungsfähigen Schülern ein Angebot, den mittleren Schulabschluss an der Mittelschule zu erreichen und bereitet sie bereits ab der Jahrgangsstufe fünf darauf vor.

Persönlichkeitsbildung

„Stark als Person“ wollen die Mittelschulen die Schüler ebenso machen, sagt Söllner. Dazu würden insbesondere das einzigartige Klassenlehrerprinzip, die Vorteile durch soziales Lernen, die Paten aus der Praxis sowie das grundsätzliche Ganztagsschulangebot beitragen.

So ebnet die Mittelschule laut Söllner den frühen Weg ins Berufsleben und bahnt eine kontinuierliche schulische Weiterentwicklung bis hin zur Hochschulreife an.

Mittelschulen in Weiden und dem Kreis Neustadt/WN:

15 Mittelschulen in fünf Verbünden

15 Mittelschulen gibt es im Landkreis Neustadt und in der Stadt Weiden, die sich nach Auskunft des Schulamts Weiden-Neustadt/WN in fünf Verbünden zusammengeschlossen haben.

Den Verbund Mitte bilden die Mittelschulen Neustadt/WN, Altenstadt/WN und Floß. Zum Verbund Ost gehören die Mittelschulen Vohenstrauß und Pleystein, zum Verbund West die Mittelschulen Pressath, Eschenbach, Grafenwöhr und Kirchenthumbach. Zum Verbund Weiden-Pirk haben sich die Max-Reger-Mittelschule-Weiden und die Mittelschule Pirk zusammengeschlossen, zum Verbund Weiherhammer-Weiden die Mittelschule Weiherhammer und die Pestalozzi- Mittelschule Weiden. Außerdem gibt es noch die Mittelschule Windischeschenbach, die im Verbund schulamtsübergreifend mit der Mittelschule Erbendorf, diese gehört zum Schulamtsbezirk Tirschenreuth, organisiert ist.

Nähere Informationen zum Schulübertritt können direkt bei der jeweiligen Schule eingeholt werden.

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