Weiden in der Oberpfalz
17.10.2026 - 14:50 Uhr

Schumann-Quartett begeistert bei Weidener Meisterkonzerten

Das Schumann Quartett begeistert bei den Weidener Meisterkonzerten. In der Max-Reger-Halle spielen sie Werke von Haydn, Nishimura und Dvořák.

Das Schumann-Quartett gastierte bei den Weidener Meisterkonzerten in der Max-Reger-Halle. Bild: Helmut Kunz
Das Schumann-Quartett gastierte bei den Weidener Meisterkonzerten in der Max-Reger-Halle.

Vier Musiker und die besondere Atmosphäre eines Kammerkonzerts boten am Freitagabend im gut gefüllten Gustl-Lang-Saal der Max-Reger-Halle ein abwechslungsreiches Programm. Im Rahmen seiner Tournee durch Deutschland und Österreich gastiert das Schumann-Quartett auch bei den Weidener Meisterkonzerten. Das Publikum erlebte eine musikalische Reise, die von der Wiener Klassik über zeitgenössische Klänge bis hin zu einem der bekanntesten Streichquartette der Romantik führte.

Erik Schumann und Ken Schumann an den Violinen, Matthew McDowell an der Viola und Mark Schumann am Violoncello bildeten das Ensemble. Mit ihren unterschiedlichen Klangfarben ergänzten sich die vier Instrumente zu einem musikalischen Ganzen.

Den Auftakt bildete Joseph Haydns Streichquartett F-Dur op. 77 Nr. 2, das sogenannte „Lobkowitz-Quartett“, aus dem Jahr 1799. Haydns Musik lebte auch in diesem Werk vom Wechsel zwischen Leichtigkeit und nachdenklichen Momenten. Die vier Musiker machten deutlich, wie lebendig ein Stück aus der Zeit der Klassik auch heute noch wirken kann.

Einen deutlichen Kontrast setzte anschließend das Streichquartett Nr. 2 „Pulses of Light“ des japanischen Komponisten Akira Nishimura aus dem Jahr 1992. Statt vertrauter klassischer Melodien standen neue Klangfarben und ungewohnte musikalische Eindrücke im Mittelpunkt. Die beiden Teile des Stücks eröffneten dem Publikum eine moderne, spannungsreiche Perspektive auf die Möglichkeiten eines Streichquartetts.

Nach dieser Begegnung mit der Musik des 20. Jahrhunderts führte der Abend zurück zu einem großen Klassiker: Antonín Dvořáks Streichquartett F-Dur op. 96, das berühmte „Amerikanische Quartett“ von 1893. Das Werk gehört zu den beliebtesten Kompositionen seiner Gattung. Eingängige Melodien und ruhige Momente machten seinen besonderen Reiz aus.

Die Zusammenstellung der drei Werke zeigte, wie vielfältig die Ausdrucksmöglichkeiten eines Streichquartetts sind. Von Haydns klarer Form über Nishimuras moderne Klangsprache bis zu Dvořáks melodischem Reichtum spannte sich ein weiter Bogen.

Nach Konzertende signierte das Quartett, das im kolumbianischen Cartagena ebenso bekannt ist wie in Warschau, seine CDs. Im November folgen Auftritte in New York und Houston.

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