23.04.2021 - 17:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Schweigend steht der Wald": Einige Oberpfälzer am Filmset

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Kamera läuft! In dieser Woche haben die Dreharbeiten zum Kino-Thriller "Schweigend steht der Wald" im Landkreis Neustadt begonnen. Auch personell tummelt sich inzwischen immer mehr Oberpfalz auf dem Set.

Gestatten, die Schauspieler vorne (von links) Pünktchen und Vicky. Als Statisten dienen ihnen in dieser Szene die Herrchen (von links) Johannes Stilp, Peter Kick und Florian Büttner.
von Friedrich Peterhans Kontakt Profil

Das Interesse ist riesig: Kaum hatte die Berliner Produktionsgesellschaft "Poison" über Oberpfalz-Medien Komparsen für die Verfilmung des Romans "Schweigend steht der Wald" von Wolfram Fleischhauer gesucht, drohte der Bewerber-Link im Internet in die Knie zu gehen. 1100 Menschen haben sich gemeldet, zum Teil bis aus Niederbayern und Oberfranken.

Nur ein paar Dutzend kommen allerdings zum Zug. Sie dürfen neben Stars wie Henriette Confurius, Robert Stadlober oder Johanna Bittenbinder auftreten. Einer wird nicht wie geplant dabei sein: Josef Bierbichler musste wegen Rückenproblemen absagen. Sein Ersatz ist jedoch ebenso prominent: Grimme-Preisträger August Zirner spielt den Kommissar Gustav Dallmann. Zirner drehte bereits mit Margarethe von Trotta, Volker Schlöndorff und Franz Xaver Bogner.

Zurück zu den weniger bekannten Namen. "Poison" hatte unter anderem zwei Kinderdoubles für die Hauptdarsteller Anja Grimm (Henriette Confurius) und Rupert Gollas (Noah Saavedra) gesucht. Wie Regieassistentin Nina Marie Kubitzek mitteilt, sind diese Rollen inzwischen vergeben. Die siebenjährige Kerstin Preißer aus Weiden und der elfjährige Hendrik Vogt aus Bayreuth haben noch diese Woche ihren Auftritt vor der Kamera. Ruperts Bruder Lukas als Kind spielt ebenfalls ein junger Weidener, Sebastian Fellner (11).

Tierische Laien

Weitere Namen, die im Abspann für regionale Aha-Effekte sorgen werden: LTO-Mitarbeiterin Monika Höllerer aus Michldorf hat eine Minirolle als Polizistin. Gerhard Witt aus Püllersreuth mimt einen Waldarbeiter. Von Radio Ramasuri ist Franziska Glaser mit von der Partie. Das Bestattungsinstitut Bauer stellt neben einem Leichenwagen als Requisite auch seinen Mitarbeiter Thomas Kneidl und einen weiteren Kollegen als Laien ab.

Doch nicht nur menschliche Komparsen durchliefen ein Casting. Vor der Leinwand werden Zuschauer vor allem mit dem einjährigen Cane-Corso-Rüden "Pünktchen" mitleiden. Sein Part ist ein aggressiver Kläffer, der im Zwinger losbellt und erschossen wird. Doch eigentlich ist Pünktchen ein ganz Lieber. Er gehört dem Weidener Florian Büttner. Die beiden besuchen die Hundeschule "Dog Brothers" in Bergnetsreuth bei Floß.

Dort ist Peter Kicks Labrador-Hündin Vicky ihre Klassenkameradin. Im Gegensatz zu Pünktchen darf Vicky im Film überleben. Sie läuft im Wald ihrem Jäger davon und Anja Grimm in die Arme. Für ihre Auftritte haben Herrchen und Hunde intensiv geübt. Bravourös ist vor allem Pünktchen", der sich auf Kommando tot stellen kann.

Ein weiterer Vierbeiner wird die Hauptdarstellerin im Traum beschäftigen. In ihrem Apartment, dessen Drehort eine Wohnung am Hammerweg ist, begegnet ihr nachts ein Wolf. Für seinen Auftritt ist ein Tiertrainer mit vor Ort.

Wetter spielt mit

Gefilmt wurde diese Woche im Wald zwischen Neustadt und Roschau, wo das Team an der Bergmühle einen Stützpunkt aufgebaut hat, sowie am Doost. Mit dem Wetter hatte die Crew um Regisseurin Saralisa Volm Glück. Die gewünschten diesigen, nebelverhangenen Vormittage hatte die vorletzte Aprilwoche zuhauf.

Viel Öffentlichkeit, wie sie zum Teil noch bei Marcus H. Rosenmüllers Aufnahmen zum "Beckenrand-Sheriff" möglich war, ist für Fans und Neugierige diesmal nicht drin. Wegen der Corona-Situation müssen Zaungäste außen vor bleiben. Die Teammitglieder unterziehen sich ferner an jedem Arbeitstag einem Covid-Test.

Die Besetzung von "Schweigend steht der Wald"

Weiden in der Oberpfalz
August Zirner, hier in einer Szene aus dem Kinofilm "Was uns nicht umbringt", mimt in "Schweigend steht der Wald" einen undurchsichtigen Kommissar.
Hintergrund:

Fakten zum Dreh

  • Regie Saralisa Volm, Produzent Ingo Fliess
  • Originalschauplatz im Roman: Waldmünchen und Umgebung
  • Gefördert von Filmförderung Bayern mit 350.000 Euro und Bundeskulturministerium. Weitere Partner Bayerischer Rundfunk, Hessischer Rundfunk, Saarländischer Rundfunk und Arte.
  • Deutschland-Verleih: Alpenrepublik.
  • Drehorte: u.a. Weiden, Floß, Eslarn, Neustadt/WN, Windischeschenbach, Pleystein
  • Drehzeit: 19. April bis 22. Mai
  • Handlung: Forstpraktikantin Anja Grimm kommt in die Gegend, wo einst ihr Vater verschwand und nie mehr auftauchte. Schon bald gibt es erste Tote, als Anja beginnt, Fragen nach mysteriösen Spuren im Wald zu stellen. Allmählich deckt sie ein lange zurückliegendes Dorfgeheimnis auf.

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