Damals probierte sie mal Aquarell-, mal Ölmalerei aus, mal dieses und jenes. Vor einigen Jahren hat sie sich dann in die Acrylmalerei verliebt. In der Regionalbibliothek zeigt sie aktuell ihre „Seelenportale.“ Einen Mix aus großformatigen Bildern und Texten, welche die Künstlerin selbst verfasst hat.
Anfangs überlegte sie noch ihre Motive und Farben. Heute greift die Malerin ohne irgendeine Absicht zum Pinsel. „Oft male ich auch nur einfach mit den Fingern – und jedes Mal bin ich gespannt, was am Ende rauskommt.“ Ihre aktuelle Ausstellung beschreibe Stationen aus ihrem Leben, betont die Künstlerin. „Meist sind sie mit mehr oder minder starkem seelischen Schmerz verbunden.“
Ihr gehe es um die Sinnfrage: Wer sind wir, warum sind wir hier? Fragen, die man nur dann beantworten könne, wenn man sie sich bewusst mache. „Leider braucht es dazu einschneidende, schmerzhafte Erfahrungen.“ Ihre Bilder sind Bewusstwerdungsprozesse. Warum? Weil Thoma-Kuttenberger nicht den Verstand beim Malen und Texten einsetzt, sondern auf Intuition baut. Sie bringt das Innerste ihrer Seele auf Papier und Leinwand.
Freude, Traurigkeit, Wut und Enttäuschung müssen raus, sagt sie. „Geschieht das nicht, dann stauen sie sich in unserem Inneren.“ Die Künstlerin glaubt, eigene Erfahrung auch auf andere übertragen zu können. Sie spricht vom geistig seelischen Austausch. „Wenn man bedenkt, dass wir alle aus derselben göttlichen Quelle stammen - so wie ich es glaube - sind wir auf Seelenebene alle miteinander verbunden."
In ihr ist der tiefe Glaube verwurzelt, dass ihre Bilder und Zitate letztlich Träger von Informationen sind, die Seelen verbinden. Ihre Botschaft bei der Vernissage am Donnerstagabend: „Hört ab und zu auf euer Bauchgefühl, eure Intuition und bringt eure Gedanken ab und zu zum Schweigen.“ Nur so sei ein Leben zu schaffen, wie man es sich von Herzen wünsche.



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