07.07.2020 - 17:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Serie "Virus und wir": Gar nicht locker

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Das öffentliche Leben in Corona-Zeiten nimmt langsam wieder Fahrt auf. Und das ist eigentlich gut so. Hygiene- und Abstandsregeln im Umgang miteinander machen jedoch weiterhin Sinn. Schon allein aus Respekt und zum Schutz der Mitmenschen.

Beim Einkaufen muss nicht jede Beere angefasst werden, besonders nicht in Corona-Zeiten.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Wie nah der Friseur beim Haareschneiden kommen darf, wie oft die Tische im Wirtshaus desinfiziert werden oder welche Abstände im Freibad eingehalten werden müssen, das alles regeln während der Lockerungen ausgeklügelte Hygienekonzepte. Soweit so gut.

Für den Alltag reichen im Normalfall Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen und der gesunde Menschenverstand. An diesem beginne ich jedoch langsam zu zweifeln. Wer schützt mich eigentlich, wenn ich einkaufen gehe?

Beim Bäcker: Eine Frau kuschelt sich plötzlich an meine Schulter, nur um mal schnell die Kuchenauslage näher zu inspizieren. Definitiv zu nah. Ungläubiges Staunen unter Maske, ist doch nichts passiert.

An der Obst- und Gemüsetheke im Supermarkt: Ausgiebig begrapscht ein Herr jede einzelne Erdbeere in den Schalen, um sich dann sein „Best of“ zusammenzustellen. Strafende Seitenblicke werden ignoriert. Mir ist der Appetit auf die süßen Früchte vergangen.

Oder an der Kasse: Die Abstandslinien auf dem Fußboden? Interessieren längst nicht mehr. Der Einkaufswagen des Hintermanns landet in meinem Kreuz. Mach’ mal hin. Sorry, ich hab’s eilig.

Ich jetzt auch. So viel Ignoranz nervt. Sorry.

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