Weiden in der Oberpfalz
03.09.2025 - 11:34 Uhr
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Sicherheit in Weiden: Polizei und Stadt ziehen positive Bilanz für 2024

Die Sicherheitslage in Weiden ist stabil. Die Polizei registrierte 2024 etwas weniger Straftaten als im Vorjahr. Besonders erfreulich sind die überdurchschnittliche Aufklärungsquote sowie der Rückgang von Körperverletzungsdelikten.

Die Weidener Polizei ist insgesamt zufrieden mit der Sicherheitslage in der Stadt. Auch der Blick auf die gesamte Oberpfalz zeigt, dass die Lage stabil ist. Symbolbild: Petra Hartl
Die Weidener Polizei ist insgesamt zufrieden mit der Sicherheitslage in der Stadt. Auch der Blick auf die gesamte Oberpfalz zeigt, dass die Lage stabil ist.

Wie hat sich die Kriminalität in Weiden entwickelt? Darüber informierten die Polizeiinspektion Weiden und die Stadt in ihrem Sicherheitsgespräch. Die Zahlen zeigen, dass die Beamten im vergangenen Jahr 2734 Straftaten (ohne Straftaten nach dem Aufenthaltsrecht) registrierten. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein leichter Rückgang, da waren es 2884 Straftaten.

„Grundsätzlich kann die Weidener Polizei auf eine sehr positive Entwicklung der Sicherheitslage blicken“, resümiert Thomas Hecht, Polizeidirektor und Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Weiden, gegenüber Oberpfalz-Medien. Das liege unter anderem daran, dass in der jüngeren Vergangenheit Orte, an denen mehrfach Straftaten begangen wurden, „entschärft“ worden seien.

Weniger Straftaten

Blickt man auf die letzten zehn Jahre, wurden insgesamt weniger Straftaten in Weiden begangen. Im Jahr 2015 lag die Zahl der Gesamtstraftaten beispielsweise noch bei 3301. Laut Hecht liege dieser Rückgang unter anderem an der nachhaltigen Prävention. „Die Zielgruppen des Präventionsprogramms reichen vom Kindergarten, Schulen, bis hin zu Senioren.“ Zur Wahrheit gehöre aber auch, dass die Einführung des Konsumcannabisgesetzes zum Rückgang von Straftaten führte. „Dadurch wurden Handlungen, welche zuvor als Straftat eingestuft wurden, straffrei und wirkten sich reduzierend auf die Statistikwerte aus“, erklärt Hecht.

Das entspricht den allgemeinen Entwicklungen in der Oberpfalz. Laut Daten des Polizeipräsidiums Oberpfalz sank die Zahl der Straftaten in der Oberpfalz im Jahr 2024 um 0,9 Prozent auf 44.126. „Die Sicherheitslage in der Oberpfalz ist stabil, was sich in einem Rückgang der gemeldeten Straftaten und einer überdurchschnittlich guten Aufklärungsquote im bayernweiten Vergleich widerspiegelt“, teilt Thomas Schöniger dazu auf der Website des Polizeipräsidiums mit.

Eine hohe Aufklärungsquote zeigt sich auch in Weiden: Sie liegt mit 71,3 Prozent über dem bayernweiten Durchschnitt von 64,9 Prozent und auch über dem oberpfalzweiten Durchschnitt von 70,6 Prozent. Die Aufklärungsquote sei von verschiedenen Faktoren abhängig, sagt Hecht. „Wesentlich ist hier eine intensive Ermittlungstätigkeit, welche in Zusammenarbeit mit benachbarten Polizeibehörden und der Staatsanwaltschaft erfolgt.“

Sicherheitswacht funktioniert

Schaut man sich die Deliktsverteilung der Gesamtstraftaten in Weiden an, gibt es drei Delikte, die besonders häufig vorkamen: Sonstige Straftaten (699), Diebstähle (689) und Rohheitsdelikte (688). „Unter dem Punkt ‚Sonstige Straftaten‘ sind zum Beispiel Hausfriedensbruch, Vortäuschen einer Straftat, Geldwäsche, Glücksspiel, Beleidigung oder Verleumdung zusammengefasst“, erklärt Hecht. Rohheitsdelikte seien Straftaten wie Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, schwere Körperverletzung oder Raub.

Die Anzahl an Körperverletzungsdelikten ist laut Polizei zurückgegangen, im vergangenen Jahr gab es 95 Fälle von gefährlicher und schwerer Körperverletzung. Das sei besonders erfreulich und liege auch an der Unterstützung der Sicherheitswacht, heißt es in der Pressemitteilung.

Sicherheit bei Veranstaltungen

Ein wichtiges Thema bleibe die Sicherheit bei Veranstaltungen und Versammlungen. Hierbei sei es entscheidend, dass Sicherheitskonzepte nicht „standardmäßig“ umgesetzt werden, sondern dass Veranstalter aktiv in den Prozess eingebunden werden, um ein gemeinsames Verständnis und ein erhöhtes Bewusstsein zu schaffen, schreiben Polizei und Stadt in ihrer gemeinsamen Pressemitteilung.

Hintergrund :

Begriffe der Kriminalstatistik der Polizei

  • Polizeiliche Kriminalstatistik: Zusammenfassung aller Straftaten, die der Polizei bekannt geworden sind, einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche nach dem Strafgesetzbuch und den strafrechtlichen Nebengesetzen (z.B. Waffengesetz).
  • Aufklärungsquote: Bezeichnet den Anteil der aufgeklärten an allen polizeilich registrierten Fällen. Eine Straf­tat gilt in der Kriminal­statistik als aufgeklärt, wenn mindestens ein namentlich bekannter Tat­verdächtiger ermittelt werden konnte.
  • Rohheitsdelikte: Raubdelikte, Körperverletzungsdelikte und Delikte gegen die persönliche Freiheit.

Quellen: Statistisches Bundesamt, Sicherheitsbericht der Oberpfalz

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