Weiden in der Oberpfalz
18.05.2026 - 11:49 Uhr

Sinfonieorchester der Stadt Weiden gibt in St. Michael ein Konzert

Das Sinfonieorchester der Stadt Weiden begeisterte mit dem Konzert "Tiere in der Musik" in der gut besetzten Michaelskirche. Dirigent Dieter Müller spannte dabei den Bogen von der Schöpfung bis zum Buckelwal Timmy.

Kirche, Musik und Tiere. Das passte am Sonntagnachmittag in St. Michael hervorragend zusammen. Das Sinfonieorchester der Stadt Weiden unter der Leitung von Dieter Müller lud zu einem besonderen Konzert unter dem Titel „Tiere in der Musik – Schöpfung und Mythos“ ein. Die Kirche war gut besetzt, das Publikum dankte den Mitwirkenden am Ende mit lang anhaltendem Beifall.

Bereits zu Beginn fand Dirigent Dieter Müller nachdenkliche Worte zum Verhältnis von Mensch und Tier. Dabei erinnerte er an den Buckelwal Timmy, dessen wiederholte Strandung bundesweit für Schlagzeilen sorgte. Millionen Menschen hätten Anteil genommen und die Rettungsaktionen verfolgt. Müller stellte dabei die Frage, warum Menschen oft große Empathie für Tiere zeigten, während im Umgang miteinander vieles im Argen liege. Gleichzeitig betonte er den christlichen Gedanken der gemeinsamen Schöpfung: Mensch und Tier seien Geschöpfe Gottes und eng miteinander verbunden.

Der Spätnachmittag verband Musik, Natur und Glauben auf eine Weise, die das Publikum bewegte. Musikalisch griff das Konzert das Thema „Tier“ vielfältig auf. Den Auftakt bildeten „Szenen für kleines Orchester“ nach der Märchenmusik „Der gestiefelte Kater“ aus der Feder Müllers. Stücke wie „Der Kater und die Mühle“ oder „Galoppierende Pferde“ zeichneten mit lebendiger Klangsprache kleine musikalische Bilder.

Einen weiteren Höhepunkt setzte Georg Friedrich Händels Orgelkonzert „Der Kuckuck und die Nachtigall“. An den Tasten überzeugte Valerij Bukreev mit feinfühligem und zugleich kraftvollem Spiel. Besonders das Zusammenwirken mit dem Orchester gelang harmonisch und ausgewogen.

Mit drei bekannten Ausschnitten aus Tschaikowskis „Schwanensee“, darunter der berühmte „Tanz der Schwäne“, wurde es romantisch und klangvoll. Das große Finale bildete schließlich Joseph Haydns Sinfonie Nr. 82 „Der Bär“. Vor allem der letzte Satz mit seinen markanten Klängen sorgte noch einmal für ein eindrucksvolles musikalisches Bild.

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