Weiden in der Oberpfalz
07.04.2024 - 10:57 Uhr
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So lief der erste Nachtflohmarkt in der Max-Reger-Halle in Weiden

Der beliebte Nachtflohmarkt zieht erneut um. Nach der Alten Post und dem Ring-Kino breitet er sich diesmal in der Max-Reger-Halle aus. An Besuchern mangelt es nicht. Sie müssen erstmal Schlange stehen.

Ein Paar selbstgestrickte Socken für vier Euro. Drei Fender-Verstärker für die Nachwuchsband zum Spottpreis. Schallplatten-Raritäten, Blumenvasen, HiFi-Anlagen, gebrauchte Klamotten – auch beim achten Nachtflohmarkt gibt es natürlich überwiegend gebrauchte Sachen, die fast jeden Geschmack abdeckten. Zum allerersten Mal hat sich Veranstalterin Sigrid Pohlhaus im Foyer der Max-Reger-Halle eingemietet und hier vielleicht eine dauerhafte Bleibe gefunden. Wie sie am Freitagabend mitteilt, will sie hier auch künftig hier ihre Zelte aufschlagen. "Vielleicht miete ich beim Herbstflohmarkt auch das Obergeschoss mit an."

Das Ring-Kino, wo der letzte Nachtflohmarkt stattfand, versprühe zwar eine gewisse "Stallgeruch-Atmosphäre", erinnert sich Hubert Schober hinter seinem Verkaufsstand. "Hier ist es aber heller, und du hast mehr Platz." Vielleicht sollte man beim nächsten Mal über eine Musikberieselung nachdenken, schlägt der Konzertveranstalter vor. "Obwohl, bei dieser Geräuschkulisse hier?"

50 Anbieter

50 Aussteller bieten ihre Sachen feil. Der Eintritt kostet zwei Euro pro Person. Eintritt zahlen, um etwas zu kaufen? Tatsächlich schreckt das kaum jemanden: Bei der Eröffnung um 17 Uhr reicht die Warteschlange vor bis zur Weigelstraße. Viele Flohmarktexperten wissen: Der frühe Vogel fängt das Schnäppchen. An der Kasse werden den Abend über bis 22 Uhr rund 1500 Besucher gezählt.

Die Stimmung sei gut. "Wir sind voll zufrieden, alles klappt hier", teilte die Veranstalterin mit. Das Ring-Kino sei als Location auch schon toll gewesen. Aber die "Sünde" veranstalte inzwischen Theater und baue auch um. Das alte Postamtsgebäude, wo man vorher war, "war verrockt, hatte aber auch was für sich", meint Pohlhaus. Mit dem Foyer der Max-Reger-Halle habe man aber jetzt einen Glückstreffer gelandet: "Es ist einfach schicker hier." An der Bar könnendie Kunden Getränke kaufen. Vor dem Eingang parkt ein Süßwarenhändler.

"Hochwertige Sachen" begehrt

Worauf die Kunden heiß sind? "Was diesmal sehr gut geht, ist Kleidung", sagt Pohlhaus. Und: "Hochwertige Sachen. Auch Einrichtungsgegenstände und Möbel. Dass etwas gar nicht geht, kann man eigentlich nicht sagen. Tupperware vielleicht. Hier sind schon die feineren Sachen unterwegs." Die Händler kämen aus allen vier Himmelsrichtungen: Bayreuth, Auerbach, Marktredwitz, Schwandorf und Grenzgebiet. Alles sei bestens vorbereitet für sie. Die Tische seien bereits vorhanden. "Die Leute bringen höchstens noch Kleiderständer mit."

Was das Indoor-Publikum vom Flohmarkt-Publikum draußen unterscheidet. Sigrid Pohlhaus: "Hier wird nicht um jedes Fuffzgerl gefeilscht."

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