Mit einem wunderbaren Kammermusikabend, einem Geschenk an die Weidener Musikfreunde, hat sich am Dienstagabend die Sparkasse Oberpfalz Nord im großen Sitzungssaal des Alten Rathauses beim Max-Reger-Jahr eingehakt. Das geschah genau in jenem Raum, in dem am 30. Oktober 1823 die "Sparanstalt" als eine der ersten Sparanstalten Bayerns gegründet wurde. Damit hatte das Bankhaus gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: 150 Jahre Max Reger und zugleich die Auftaktveranstaltung zur Feier des 200-jährigen Jubiläums der Sparkasse Oberpfalz Nord.
Damals wollte man den 2200 Einwohnern Weidens ermöglichen, ihre Einlagen sicher und verzinslich anzulegen. "Ich bin mir fast sicher, dass Max Reger auch Konten bei der Sparkasse unterhalten hat", zeigte sich Vorstandsvorsitzender Hans-Jörg Schön überzeugt. Heute betreue die Sparkasse 50.000 Privat- und Firmenkunden und verwalte ein Vermögen von 2,2 Milliarden Euro. Ferner seien 1,3 Milliarden Euro an Krediten verliehen.
Zur ersten Jubiläumsveranstaltung hatte man mit dem italienischen Künstlerpaar Emy Bernecoli (Violine) und Elia Corazza (Klavier) zwei außergewöhnliche Musiker eingeladen. Nach einem ausgezeichneten Studienabschluss ist Bernecoli in Italien als Solistin und in mehreren Kammermusikbesetzungen etabliert. Außerdem ist sie regelmäßig im Rundfunk zu hören. Corazza ist Komponist, Pianist und Dirigent. Er beschäftigt sich nicht nur mit Musik, sondern komponiert in Italien und den USA auch Filmmusik.
Neben einer Eigenkomposition von Corazza lauschte das Publikum im vollbesetzten Sitzungssaal unter anderem den beiden Kombinationen Max Reger/Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldi/Ottorino Respighi. Beide, Reger und Respighi hätten sich hierbei an den schlichteren Tondichtungen der Vergangenheit orientiert, ließ Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz wissen. In den Werken der beiden finde die Nachwelt eine Rückbesinnung auf die Werke großer Komponisten. Die sechs Vortragsstücke Regers zur Eröffnung und die finalen Stücke für Violine und Klavier, op. 79 d, spiegelten die Worte der Kulturamtschefin, die sich seit 33 Jahren mit Reger beschäftigt, wider: "Wenn man Reger auf sich wirken lässt, dann kann man sich auch sehr an ihm erfreuen."













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