11.02.2019 - 14:39 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Spartenfusion ohne Plan

Die DJK-Sparten Leichtathletik und Laufteam wollen sich zusammenschließen. Bei der Jahreshauptversammlung zeigt sich eines: Keiner ist wirklich darauf vorbereitet.

Neben der Verabschiedung von Klaus Koch, Anka Stangl und Christoph Franke (vorne von links) steht bei zwei DJK-Sparten eine Fusion an. Bislang bleibt die neue Abteilung ohne Führung. Als stellvertretende Abteilungsleiterinnen stehen Andrea Schieder und Manuela Schraml (Vierte und Sechste von links) bereit.
von Reinhard KreuzerProfil

Hängt jede Abteilung noch zu sehr an ihren sportlichen Inhalten? Langstrecken- oder Crosslauf gab es bei der DJK Weiden bislang im Laufteam unter der Leitung von Cenk Uzman. Für die Leichtathletik zeichneten Anka Stangl und Christoph Franke verantwortlich. Nun hörten nach Jahren Stangl und Franke auf. Einen Abteilungsleiter fand die DJK-Versammlung jedoch nicht.

Bei der Jahreshauptversammlung sollten beide DJK-Abteilungen zusammengeschlossen werden. Wer die neue Abteilung künftig führt, sollten durch Neuwahlen ermittelt werden. Doch dieses Thema hatte niemand vorbereitet, ein gemeinsames Konzept wurde im Vorfeld nicht besprochen. Unter der Leitung von Vereinschef Reinhold Wildenauer ergab sich auch keine Lösung. „Der Hauptverein wollte das der Abteilung überlassen“, so Wildenauer. Schwierig wurde es schon bei einem neuen gemeinsamen Abteilungsnamen. Letztendlich verständigten sich die 20 anwesenden Mitglieder auf Leichtathletik LA mit LT. Nicht verständigen konnten sich die Mitglieder dagegen auf einen neuen Abteilungsleiter. Es wurden Vorschläge unterbreitet, doch erfolgte keine Zusage aus den Reihen der Angesprochenen.

Anka Stangl erinnerte in ihrem Rückblick an schöne Erfolge der Leichtathleten, insbesondere an die Kinder- und Jugendgruppen. Sie meldeten altersmäßig bei Kreismeisterschaften oder Wettkämpfen, Sportfesten oder Bahneröffnungen. So in Eschenbach im Frühjahr, in Neustadt bei Fördervereinssportfest, oder beim Kinderleichtathletik-Sportfest in Vohenstrauß. Die DJK-Abteilung selbst hatte zu einer Kreismeisterschaft im Dreikampf auf den Realschulsportplatz eingeladen. „Nach der Schließung im Herbst in der Realschul-Turnhalle und dem Außengelände war ein Leistungsbezug nicht mehr möglich“, so Stangl.

Gab es anfänglich Probleme mit einer Bleibe in einer Turnhalle für die Wintermonate, löste es sich, dass die Kinder und Jugendlichen in der Hammerwegschule und im Kepler-Gymnasium unterkamen. Das Laufteam legte keinen Rückblick vor, die Läufer treffen sich jedoch mit Trainer Cenk Uzman und Curtis Ripy zweimal wöchentlich zu Cross- und Mittelstrecken. Sie meldeten bei Oberpfälzer, Nordbayerischen und Bayerischen Meisterschaften.

Geschenke übergab Reinhold Wildenauer an die scheidenden Trainer Anka Stangl und Christoph Franke sowie Kassier Klaus Koch. Andrea Schieder, sie kümmert sich als Trainerin künftig um die Kinder und Jugendlichen, dankte den beiden Scheidenden gesondert mit einem Geschenk für die immerwährende Hilfe und Fürsorge. Diese Posten fallen künftig weg. Es mussten für zwei Jahre ein Abteilungsleiter, Stellvertreter und fünf Delegierte gewählt werden. Sigi Balk, DJK-Bundesvizepräsident erinnerte in seinem Grußwort an frühere Zeiten, mit hervorgebrachten Leistungsspitzen. Doch muss jetzt die Abteilung breit aufgestellt werden.

Da sich kein Abteilungsleiter fand, nahmen Andrea Schieder und Manuela Schraml, sie trainierte bislang die Kinder bis 10 Jahre, als stellvertretende Abteilungsleiter an. Auf die Nachfrage, welche Aufgaben der Abteilungsleiter neben einer Trainingsunterstützung hat, sprach Anka Stangl an, dass Sitzungen des Kreises, Versammlungen beim BLSV und Informationsvorträge zu besuchen sind. Es müssen Kampfrichter gestellt werden, Kontaktpflege mit den Eltern sei wichtig und die Zusammenarbeit mit Vereinen in Abstimmung ist von Vorteil. Fortbildungen wären notwendig und ein Übungsleiterschein schon fast Voraussetzung. Wichtig sei es, dass all dies nicht allein auf die Schultern des Abteilungsleiters gelegt werden kann. „Ich habe das in den zehn Jahren gelöst, doch jetzt wird mir das alles zu viel“, meinte Stangl.

Ehrenmitglied Martin Bäumler drängte dann zur Neuwahl, doch nach diesem umfangreichen Aufgabengebiet fiel die Abteilungsleiterwahl durch. Hilfestellung gab es in den letzten Jahren wenig, das Ehrenamt um einen Abteilungsleiter wird strapaziert. Gewählt wurden aber Delegierte mit Cenk Uzman, Sven Arnold, Jennifer Braun, Hubert Melzner und Reinhard Kreuzer. Als Ersatzdelegierte helfen Alexandra Porsch und Alexander Hopp. Am 28. Februar werden im DJK-Sportheim ab 17.30 Uhr die Sportabzeichen überreicht.

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