Weiden in der Oberpfalz
27.08.2018 - 17:15 Uhr

SPD: Populisten nicht auf den Leim gehen

50 Tage vor den Land- und Bezirkstagswahlen ist die Arbeitslosigkeit auf einem Tiefststand. Trotzdem gibt es Bürger, die sich von der allgemeinen Entwicklung "abgehängt" fühlten. Die SPD will auf deren Sorgen reagieren.

Anke Reiß, Sabine Zeidler, Abgeordnete Annette Karl und Ulla Albert (von links) diskutieren beim SPD-Terrassenfest. Bild: hcz
Anke Reiß, Sabine Zeidler, Abgeordnete Annette Karl und Ulla Albert (von links) diskutieren beim SPD-Terrassenfest.

(hcz) Landtagsabgeordnete Annette Karl stellte beim "Terrassenfest" des SPD-Ortsvereins Weiden-Ost ihre Sicht der Lage in Deutschland und ihre wichtigsten Lösungsansätze für Bayern vor. Stadträtin und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Sabine Zeidler stellte sich als Kandidatin für den Bezirkstag vor.

Ortsvereinsvorsitzender Horst Fuchs hatte mit seiner Vorstandschaft das Treffen vorbereitet. Es kamen gut 40 politisch Interessierte auf die Terrasse des Sportheims und noch einmal so viele in den Gastraum. Zünftig spielten die "Zwoa Pressather", Sophia und Marco, mit Akkordeon und Schlagzeug auf. Gute Zoigl-Brotzeiten der Wirtsleute Irmi und Raimund Schönfelder taten ein Übriges für die gute Stimmung.

Lehrer mit Zeitvertrag

Karl, seit zehn Jahren im Landtag, warnte davor, Populisten auf den Leim zu gehen. Sie selbst werde weiter für finanzielle Entlastung von Familien kämpfen, für den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs sorgen, so dass man auch im ländlichen Raum ohne Auto mobil sein könne. Weitere besondere Anliegen sind ihr bezahlbarer Wohnraum sowie die Behebung des Pflegenotstands.

Großer Zusammenhalt

Als Skandal bezeichnete es die Abgeordnete, dass Lehrer über die großen Ferien in die Arbeitslosigkeit entlassen würden und danach nur wieder Zeitverträge erhielten. Ohne Perspektive scheitere jegliche Familiengründung. Beamte müssten ein verbrieftes Recht erhalten, nach einigen Jahren Dienstzeit in den Ballungszentren in ihre Heimat zurückversetzt zu werden.

Mit einem bemerkenswert kurzen Statement machte Zeidler deutlich, wofür sie sich im Bezirkstag einsetzen wird, der für Soziales und Kultur zuständig ist. Mit der Bezirksklinik Wöllershof habe Weiden eine wichtige Einrichtung direkt "vor der Tür". Als Krankenschwester und Pharmareferentin wolle sie sich um medizinische Hilfsangebote für die Bürger kümmern. Zeidler, die ihre politische Laufbahn beim SPD-Ortsverein Weiden-Ost begonnen hatte, wie Fuchs erwähnte, betonte, dass die Stärke ihrer Partei im Zusammenhalt liege, wie die Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus anderen Ortsvereinen bezeuge. Rege Diskussionen mit den Vertreterinnen der Weidener "Frauenpower" schlossen sich an.

 
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