Weiden in der Oberpfalz
29.06.2020 - 20:49 Uhr

Sportarten verlieren den Kontakt

Es ist zum Verrücktwerden. Es wird mit Volldampf geplant, Training organisiert, an Teams getüftelt. Obwohl unsicher ist, wie oder wann es mit dem Spielbetrieb weitergeht. Die Vereine leisten gerade Bemerkenswertes, meint Tobias Schwarzmeier

Kommentar von Tobias Schwarzmeier
Das sind keine 1,50 Meter. Abstand einzuhalten ist in zweikampflastigen Kontaktsportarten wie Handball eigentlich unmöglich. Auch das Trainieren unter Coronabedingungen ist daher nicht einfach. Bild: Ronald Wittek
Das sind keine 1,50 Meter. Abstand einzuhalten ist in zweikampflastigen Kontaktsportarten wie Handball eigentlich unmöglich. Auch das Trainieren unter Coronabedingungen ist daher nicht einfach.

Ob im Handball, Basketball oder Fußball – selten spielten sich Offizielle so gut die Bälle zu. Das können ihre Teams nicht von sich sagen. Kleingruppen, verkürztes Training, Übungen mit Abstand: Auch wenn die Spieler wohl individuell fit sind wie nie – viel mehr als ein besseres Einzeltraining erlaubten die Corona-Restriktionen gegenwärtig nicht. Dabei lebt Mannschaftssport vom Zusammenspiel und Kontakt.

Es ist fraglich, wie viel sich – auch abhängig von weiteren Lockerungen – bis zu unsicheren Saisonstarts im Herbst noch aufholen lässt. Leistungsmannschaften wie das "Basketball Team Oberpfalz" (mit Spielern aus Neustadt und Weiden) hilft das wenig. Ende August geht es in die Quali zur Jugendbundesliga – bisher ohne einen einzigen Zweikampf bestritten zu haben.

Die riskanten Bundesliga-Finales im Fußball oder Basketball unter Profibedingungen und mit aufwendigen Hygienekonzepten haben gefährliche Hoffnungen geweckt. Ein Spielbetrieb im Breitensport kann das wohl kaum leisten. Die Vereine werden also weiter abwarten und (um-)planen müssen.

 
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