13.01.2020 - 18:15 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Sportlerehrung Weiden: Mindestens zwei Teilnehmer pro Wettkampf

Das Thema war eigentlich ausdiskutiert. Doch der Sportbeirat beriet auf Beschluss des Stadtrates noch einmal über die Sportlerehrungen in Weiden. Am Ende steht ein Kompromissvorschlag.

Für ihre Leistung werden erfolgreiche Sportler auch in Weiden geehrt.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

"Unsere Empfehlung damals war die richtige gewesen", eröffnete Herbert Tischler vom Stadtverband für Leibesübungen die erneute Diskussion. Der Sportbeirat hatte im November 2019 dem Stadtrat empfohlen, einen Sportler nur zu ehren, wenn der Wettkampf von mindestens drei Teilnehmern bestritten wurde. Doch sei es wohl auch vorgekommen, dass Einzelstarter zu Ehren gekommen seien. "Jeder Sportler erhält eine Auszeichnung, wenn er einen besonderen Sieg errungen hat. Für Ausnahmen haben wir eine Sonderregelung, über die sowieso der Sportbeirat befindet", sagte Tischler.

Hans Blum (CSU) gab sich damit nicht zufrieden. Eine Qualifikation sei auch ein Leistungsweg, der Sieg das i-Tüpfelchen. Müssen wir Sportlern ihre Leistung in Abrede stellen?" Blum plädierte für eine offene Regelung der Teilnehmerzahl. Das wäre ein Kompromiss, den er mittragen könne.

Norbert Griesbacher wollte am damaligen Beschluss festhalten, könnte sich aber vorstellen, dass man die Teilnehmerzahl innerhalb einer Wettkampfklasse von 3 auf 2 reduziert. Das befand auch Stadtverbandsvorsitzender Reinhard Meier (Bürgerliste) für sinnvoll. Eine Begrenzung müsse aber sein.

"Wenn ein Sportler überregional ausgezeichnet wird, dann sollte er auch in Weiden geehrt werden", sagte Matthias Loew (SPD). Er hätte ein Problem damit, wenn es nicht so wäre. "Da sträuben sich mir die Nackenhaare."

Bürgermeister Lothar Höher (CSU) wollte keine neue Diskussion über Leistungsbewertung im Sport anstoßen. "Besondere Leistungen werden wir als Stadt immer würdigen." Kein Problem sah er, auf zwei Teilnehmer runterzugehen. Er schlug vor, den Paragrafen 2.3 - er regelt die Ausnahmen - in den Richtlinien zur Sportlerehrung zu modifizieren und die Sonderregelung stärker hervorzuheben. "Ausnahmen sollten aber nicht der Normalfall werden", sagte Höher.

Mit dem Kompromiss konnten sich alle Mitglieder im Sportbeirat schließlich anfreunden. So wird die Teilnehmerzahl in der jeweiligen Altersklasse von 3 auf 2 festgelegt und Ausnahmen regelt der Paragraf 2.3. Der bisherige Passus, dass eine Ehrung und Verleihung bei zu geringer Teilnehmerzahl nicht stattfindet, soll gestrichen werden.

Info:

Sonderförderprogramm für Sportvereine

Begeistert zeigte sich BLSV-Kreisvorsitzender Ernst Werner vom aktuellen Sonderförderprogramm, von dem bayerische Kommunen noch bis zum 31.12.2020 profitieren könnten. Das bayerische Innenministerium habe für Sportvereine mit Sitz in finanzschwachen Gemeinden die Fördersätze für Maßnahmen im Sportstättenbau deutlich erhöht, teilte er im Sportbeirat mit. „Das hat es so noch nie gegeben. Die, die im Juli 2019 einen Antrag gestellt haben, hätten ihr Geld schon“, so Werner. Auffällig viele Vereine hätten mit ihrer Kommune einen Erbpachtvertrag geschlossen, um in den Genuss der Fördermittel zu kommen.

Förderanträge seien noch möglich. Sie sind ausschließlich beim BLSV über die Online-Plattform www.myBLSV.de zu stellen.

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