20.12.2018 - 13:59 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Auf den Spuren der Reformation

Mit einem tiefen Einblick in die Frühzeit der Reformation in Weiden und dem Landkreis Neustadt schließt Lilian Ocks ihre Geschichtsarbeit ab. Das Ergebnis ihrer Spurensuche übergibt sie ans Stadtarchiv Weiden.

Mit Freude übernimmt Petra Vorsatz vom Stadtarchiv Weiden die gebundene Arbeit von Lilian Ocks zum Thema „Bayern um 1500 - Zeit für Neues?“
von Rainer ChristophProfil

Im Rahmen des Schülerwettbewerbs Erinnerungszeichen beschäftige sich die Schülerin der 9. Klasse des Augustinus-Gymnasiums mit der Thematik und erhielt dafür einen Sonderpreis. Die Vorgeschichte begann in der Oberpfalz bereits mit den Ideen von Jan Hus. Das Los der Verbrennung als Ketzer, musste auch der aus Vohenstrauß stammende Kaplan Grünsleder in Regensburg erleiden. Der Grund: Er übersetzte Schriften von Hus und bekannte sich zu dessen Ideen.

Fünf Jahre nach dem Thesenanschlag in Wittenberg kam 1522 die erste lutherische Gottesdienstordnung nach Weiden. Als 1542 Pfalzgraf Ottheinrich von Neuburg zum Luthertum übertrat, fasste die Reformation endgültig in Weiden Fuß. Der Prediger Magister Johannes Freisleben zählte als lutherischer Pfarrer in Weiden zu den bedeutendsten Persönlichkeiten der Oberpfälzer Reformation. Lilian entdeckte bei ihren Recherchen außerdem eine eher unbekannte Verbindung zu Böhmen. Von Elbogen (Loket) kam 1524 die erste lutherische Kirchenordnung nach Weiden.

Lilian Ocks zeigt außerdem die Umsetzung der Reformation durch Ottheinrich auf und verweist unter anderem auf Augusta Sophie von Lobkowitz. Um ihrem protestantischen Glauben treu zu bleiben, zog sie es vor, lieber in Neustadt zu bleiben, als sich im katholischen Prag zu vergnügen.

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