04.03.2019 - 18:26 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Stadt kassiert beim Kinderfasching ab

Die Narrhalla Weiden ist sauer. Besucher des Kinderfaschings in der Mehrzweckhalle wurden auf dem Parkplatz gegenüber der Halle zur Kasse gebeten. Die Stadt kassiert dort ab sofort auch sonntags Parkgebühren.

Bisher müssen Besucher auf dem Parkplatz gegenüber der Mehrzweckhalle werktags ein Ticket lösen. Auch sonntags will die Stadt künftig bei größeren Veranstaltungen abkassieren. Zum ersten Mal passierte dies beim Narrhalla-Kinderfasching.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Die Narrhalla ist sauer. Besucher des Kinderfaschings in der Mehrzweckhalle wurden auf dem Parkplatz gegenüber der Halle zur Kasse gebeten. Die Stadt kassierte dort am Sonntag Parkgebühren.

Die Leidtragenden waren nicht nur viele Familien, die extra nach Weiden zum Kinderfasching kamen, sondern auch der Veranstalter selbst. "Wir wussten gar nicht, wie uns geschieht", sagt Narrhalla-Präsident Christian Würdinger. Erst als wir darauf angesprochen wurden, seit wann wir Parkgebühren erheben würden, hätten wir nachgeschaut. "An der Einfahrt zum Parkplatz war ein Tischchen aufgebaut, und zwei Personen in orangefarbenen Westen, offenbar von der Stadt, kassierten ab. Wir haben die Leute darauf hingewiesen, dass die Narrhalla damit nichts zu tun hat."

Ärgerlich sei es trotzdem, sagen die Mitglieder. Auf sie falle der negative Eindruck doch schließlich zurück. "Da hat uns die Stadt keinen Gefallen getan." Auf Nachfrage bestätigt Stadtkämmerin Cornelia Taubmann die Aktion vom Sonntag. Die Maßnahme sei neu und wurde zum Kinderfasching erstmals vollzogen. "Bei Sonntagsveranstaltungen, bei denen mit einer größeren Zahl an Besuchern zu rechnen ist, wird die Stadt künftig 2 Euro Parkgebühr erheben", erläutert Taubmann. Es sei eine Zwischenlösung. Der Parkplatz am Langen Steg werde ja bereits bewirtschaftet. Werktags müssten Besucher ihr Ticket am Parkautomaten lösen. "Die Erfahrung hat gezeigt, dass die Besucher dies nicht allzu genau nehmen. Wir können diese Einnahmeverluste nicht weiter hinnehmen", erklärt die Kämmerin. Kassiert wird, so lange die neue Schrankenanlage noch nicht montiert ist. Die Entscheidung hierfür sei bei den Haushaltsberatungen im Oktober gefallen, erinnert Taubmann.

Langwierige Baugrunduntersuchungen des Platzes sowie der hohe technische Aufwand verhinderten unter anderem die zügige Installation der Schrankenanlage. Wie damals berichtet, hatte der Finanzausschuss aufgrund der möglichen Altlastenproblematik im Untergrund vorerst auf einen Beschluss zum vollständigen Ausbau des Platzes verzichtet. OB Kurt Seggewiß drängte jedoch auf eine Lösung mit Parkeinnahmen. "Mit einer Beschrankung des Platzes kann dieser künftig durchgängig bewirtschaftet werden", so die Kämmerin. Wann die Schranke endlich kommt, darüber wollte sie keine Prognose wagen.

Hat sich denn der Aufwand vom Sonntag gelohnt? "Ja, wir haben 280 Euro eingenommen", teilt die Kämmerin mit. Bei den "Parkwächtern" handle es sich übrigens um Mitarbeiter auf Honorarbasis. Diese seien zum Beispiel für die Stadt auch beim Volksfest im Einsatz. Sie werden auch bei weiteren Veranstaltungen in der Mehrzweckhalle Parkplatznutzer zur Kasse bitten. Ob beim nächsten Sichtungslehrgang des Sportleistungszentrums, Heimspielen der SpVgg oder beim Haindling-Konzert im Mai. Da würden immerhin über 1000 Besucher erwartet.

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