Weiden in der Oberpfalz
22.02.2023 - 10:42 Uhr

Stadt Weiden ersteigert "alten, nutzlosen" Gaul für wohltätige Zwecke

Im finanzklammen Weidener Rathaus ist zurzeit wenig zu holen? Die Schimmel AG versucht es trotzdem. Mit einigem Erfolg.

Die "Mafiosi" der Schimmel AG versteigern ihren Gaul auch bei der Stadt Weiden. Bild: Pressestelle Stadt Weiden i.d.OPf./exb
Die "Mafiosi" der Schimmel AG versteigern ihren Gaul auch bei der Stadt Weiden.

Die Schimmel AG ist im Faschingsendspurt wieder ausgeritten, um Geld für wohltätige Zwecke einzutreiben. Eine Tradition, die bis ins Jahr 1967 zurückreicht. Sowohl im Landkreis Neustadt/WN als auch in der Stadt Weiden waren die "Mafiosi" Jürgen Laubert und Beate Merkel mit Schatzmeister Gerhard Völkl unterwegs, um den alten Gaul, der pandemiebedingt zwei Jahre lang im Stall verharren musste, für möglichst viel Geld zu versteigern.

Auch im Rathaus in Weiden machte die Schimmel AG Halt, um sich ein spannendes Feilschen mit Oberbürgermeister Jens Meyer zu liefern. Mit dabei als Geldgeber: Hans-Jörg Schön, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Oberpfalz Nord, Johann Riedl, Vorstand der Stadtwerke Weiden, sowie Günther Kamm, Geschäftsführer der Stadtbau GmbH Weiden. Das berichtet die Stadt in einer Mitteilung.

„Ihr hattet jetzt zwei Jahre a Ruh vor uns. Jetzt habt ihr endlich wieder die Chance, unsern strammen Schimmel für einen Obolus zu ersteigern“, erklärte Jürgen Laubert demnach selbstbewusst. OB Meyer warf ein erstes Angebot in den Raum: 200 Euro. Dies stellte die "Mafiosi" jedoch bei weitem nicht zufrieden. Ihr Angebot: 2200 Euro. „Ich glaube ich habe einen Hörfehler“, entgegnete der OB entsetzt. Der Gaul sei ja schon in die Jahre gekommen und für die Stadt nicht von Nutzen. Am Ende einigten sich alle Beteiligten auf 1600 Euro und besiegelten den Deal mit einem Handschlag.

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