Im Laufe der vergangenen Tage haben sich nach Angaben der Stadt Weiden vermehrt Bürgerinnen und Bürger gemeldet, um auf „völlig eingesponnene“ Bäume und Sträucher in ihrer Umgebung hinzuweisen. „Die Sorge um mögliche Gesundheitsgefahren ist verständlich, aber in dem Fall unbegründet“, teilt die Stadtverwaltung mit. Es handele sich um harmlose Traubenkirschen- oder Pfaffenhütchen-Gespinstmotten.
Diese Raupen knabbern laut Mitteilung fast ausschließlich an Traubenkirschen und Pfaffenhütchen. Sobald sie einen Futterbaum erreichten, umhüllten sie sich und den Baum mit einem leuchtend weißen, seidenartigen Gespinst, einem feinen Netz aus Spinnfäden. Sowohl die Raupen als auch das Gespinst seien völlig harmlos. Anders als die gefürchteten Eichenprozessionsspinner besäßen die Gespinstmotten-Raupen keine abwehrenden Haare, die allergische Reaktionen auslösen könnten.
Kleine Bäume und Sträucher können den Angaben zufolge zunächst komplett kahl gefressen werden, bevor sich die Raupen verpuppen. Da es sich um die ersten Frühjahrstriebe handele, trieben die betroffenen Pflanzen in der Regel im Sommer wieder aus – das Gespinst verursache also keinen dauerhaften Schaden.
Die Stadt Weiden rät dazu, Ruhe zu bewahren. Das Gespinst schütze die Raupen vor Fressfeinden und sei ein natürlicher Teil des Ökosystems. Wer dennoch Bedenken habe, könne sich unter Telefon 0961/81 31 08 oder per E-Mail (umwelt[at]weiden[dot]de) beim Umweltamt melden.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.