Die Angst vor einem "Trading-down-Effekt" ist groß. Davor also, dass Leerstände überhand nehmen und sich nur noch Geschäfte ansiedeln, die das Umfeld noch weniger attraktiv machen. Ein Teufelskreis. Spielhallen und Wettbüros zum Beispiel stehen im Ruf, "Trading-down-Effekte" auszulösen. Die Alarmglocken schrillen bereits: Laut Stadtverwaltung häufen sich in letzter Zeit Anfragen von Wettbüros und Wettannahmestellen, die sich konkret in der Sedan- und in der Max-Reger-Straße niederlassen wollen. Die Befürchtung, dass das Umfeld dadurch entwertet werde, teilen die Experten im Rathaus ausdrücklich. Das geht aus der Antwort einer Anfrage hervor, die Stadtrat Ali Zant (Bündnis 90/Die Grünen) gestellt hat.
Zant erbat dabei Auskunft über die Situation bei den Spielhallen und die Gegenmaßnahmen der Stadt. Eine gute und eine schlechte Nachricht: Die Zahl der Spielhallen in Weiden hat sich in den vergangenen zehn Jahren um zwei auf zehn Standorte verringert. Allerdings machte eine Gesetzesänderung den Weg für Sportwettbüros frei, von denen in dem Zeitraum fünf entstanden seien. Wie kann die Stadt steuernd eingreifen? Eine Möglichkeit seien Planungsinstrumente wie Rahmenplanungen für bestimmte Gebiete, verbindliche Bauleitplanung und Bebauungspläne, die Vergnügungsstätten ausdrücklich ausschließen.
Weder Bebauungspläne noch Stadtumbausatzung gibt es für die westliche Innenstadt. "Vergnügungsstätten können dort aktuell deshalb nur schwer verhindert werden", heißt es im Verwaltungsbericht. Zuletzt habe im November 2023 eine Wettannahmestelle in der Max-Reger-Straße genehmigt werden müssen. Nun soll im Zuge des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) das "Stadtumbaugebiet" für den Bereich Stadtmitte/Altstadt erweitert werden, um die "Schutzzone" zu vergrößern.



















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