Tennet plädiert für den Ostkorridor. Das hat das Unternehmen am Mittwoch bekanntgegeben. Demnach soll der Süd-Ost-Link bei Botzersreuth in den Landkreis Neustadt/WN eintreten, weiter vorbei an St. Quirin, Störnstein und Wilchenreuth in Richtung Weiden führen. Dort soll die Trasse östlich von Weiden unterhalb Tröglersricht verlaufen. Dann führt sie weiter nach Irchenrieth und Luhe.
Die Begeisterung bei den betroffenen Bürgermeistern hält sich in Grenzen. "Wir haben keinen Nutzen davon, nur Nachteile und Beeinträchtigungen", ärgert sich der Störnsteiner Rathauschef Markus Ludwig. Die Frage sei: "Was lässt sich rechtlich dagegen machen?" Der Süd-Ost-Link führe einfach nur durch den Landkreis. Von einer neuen Autobahn hätten die Menschen wenigstens was.
Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß zeigt sich von dieser Entscheidung sehr überrascht. "Ich hätte gedacht, dass Tennet für die westliche Variante plädiert." Die Stadt Weiden habe sich allerdings noch nicht geeinigt, für welche Trasse sie sich entscheidet. "Wir müssen erst noch 49 Ordner studieren", sagt er. "Natürlich leiden alle darunter, die davon betroffen sich", gibt er zu.
"Wir lehnen diese Trasse ab", stellt Rudolph Schopper, Bürgermeister von Püchersreuth, klar. Auch er ist über diese Wahl überrascht. Er hätte sich gewünscht, dass sich der Süd-Ost-Link an der A 93 orientiert. "Ich verstehe nicht, dass jetzt eine neue Schneise durch den Wald geschlagen werden muss", ärgert er sich. Die Anhöhe rund um den St. Quirin stehe unter Denkmalschutz. Alle Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft Neustadt hätten bereits eine Eingabe gemacht, um diese Route zu verhindern. "Warum bleibt man nicht auf der alten Trasse des Ostbayernrings", fragt er sich. "Dort werden irgendwann neue Bäume gepflanzt und bei uns würde sie man abholzen", schüttelt er den Kopf. Seite 3













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