Jens Meyer zitierte Anne Frank: „Ihre Leistungen sind ein kleiner Beitrag, die Welt zu verbessern.“ Mit Susanne Popp zeichnete der Oberbürgermeister eine "engagierte Frau" aus, "die sich für andere einsetzt, die zum Gemeinwohl beiträgt und die Stadt Weiden fördert, obwohl sie gar nicht hier wohnt“. Am Samstagabend verlieh er ihr in der Michaelskirche die Max-Reger-Medaille.
Seit 1962 würdigt die Stadt Weiden Ehrenamtliche für ihr bürgerschaftliches Engagement, das Meyer als Kern eines demokratischen Gemeinwesens bewertete, mit dieser Medaille. Und zwar unter strengen Regularien. Die Max-Reger-Medaille werde nur alle fünf Jahre vergeben. Und auch nur, um die Anzahl von zehn noch lebenden Personen aufzufüllen. „Es gibt keine elfte Max-Reger-Medaille.“ Die Entscheidung, wer sie bekomme, fälle der Stadtrat. „Frau Popp, Sie sind über jeden Zweifel erhaben.“
Einstige Leiterin des Max-Reger-Institus
Die 77-jährige Musikwissenschaftlerin, Mathematikern und Pädagogin wurde in Mühlhausen/Thüringen geboren. An der Universität Bonn promovierte sie mit Untersuchungen zu Robert Schumanns Chorwerken und hielt sich im Anschluss mit ihrem Mann zwei Jahre lang in Israel auf. Nach ihrer Rückkehr nach Deutschland 1973 wurde sie freie Mitarbeiterin am Max-Reger-Institut und von 1981 bis 2019 dessen Leiterin. Unter ihrer Führung entwickelte sich das Institut zu einem weltweit anerkannten Zentrum der Forschung zu Max Reger.
Auch als Jury-Mitglied war Popp viel gefragt. 2003 wurde sie Honorarprofessorin an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. 2006 Vorstandsmitglied der Reger Foundation of America und von 2006 bis 2015 Mitglied des Hochschulrates der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Für ihre Leistungen erhielt sie 2007 das Bundesverdienstkreuz am Band. Seit 1992 bestehen intensive Kontakte zwischen dem Max-Reger-Institut in Person von Susanne Popp und der Max-Reger-Sammlung im Stadtarchiv Weiden.
"Immenses Fachwissen"
Im Laufe der Jahre entstand ein reger wissenschaftlicher Austausch von beiden Seiten. 2007 wurde Popp auf Bitten der Stadt Weiden Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Max-Reger-Tage und beleuchtete das Werk des Komponisten. "Die Verbreitung des Werkes Max Regers liegt ihr besonders am Herzen", erklärte Meyer. "Das Publikum begeistert sie regelmäßig mit ihren Vorträgen, geprägt von immensem Fachwissen, aber auch dem Verständnis für ihre Zuhörer. Man kann mit Fug und Recht sagen, dass Susanne Popp einen überaus wichtigen Faktor des Kulturlebens der Stadt Weiden darstellt."
"Ich bin bewegt, diese so hohe Auszeichnung der Stadt zu bekommen", freute sich Popp. Sie sei Reger-verbunden seit ihrem Eintritt in das Max-Reger-Institut. "Mit Recht trägt die Stadt diesen Namen." Max Reger habe mehr als die Hälfte seines Lebens in Weiden verbracht. Auch sie sei eine halbe Weidenerin geworden. Hier treffe sie auf ein sehr verständnisvolles Publikum. "Bei Max Reger ist Gewöhnung durchaus angebracht."













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