21.05.2019 - 10:28 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Teeniechor bringt "Sommerlichter" zum Leuchten

Über 500 musikbegeisterte Menschen lassen sich nicht vom Eurovision Songcontest in den Fernsehsessel locken. Sie folgen der Einladung des Teeniechors Schirmitz, der ein Benefiz-Konzert für das Hilfswerk „Adventslicht“ veranstaltet.

Bei "Somebody to love" mit den Solisten Tine Steinhauser (vorne, links) und Maximilian Janner (vorne, rechts) reißt es die Zuhörer von den Sitzen. Auch Chor und Band sorgen für ein beeindruckendes Klangerlebnis.
von Eva SeifriedProfil

Renate Freuding-Spintler gab einen Überblick über ihr Hilfswerk, das viele Bedürftige in der Region unterstützt. Ein Projekt ist die „Bedürftigen-Speisung“, bei der in den Wintermonaten Menschen, die sich kein warmes Essen leisten können, zweimal die Woche ein Mittagessen bekommen. „Durch die im Vorfeld eingegangenen Spenden und dieses Konzert ist die nächste Bedürftigen-Speisung im kommenden Winter bereits gesichert“, sagte Freuding-Spintler. Sie dankte dem Teeniechor, der ohne Gage auftrat und auch keinerlei andere Zuwendungen oder Geschenke wollte. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß wies darauf hin, dass seit der Gründung von „Adventslicht“ vor über 35 Jahren eine Spendensumme von über einer Million Euro an Bedürftige Mitmenschen geflossen ist. „Den Wert einer Gesellschaft erkennt man daran, wie sie mit ihren schwächsten Gliedern umgeht“, zitierte der Rathauschef.

Für Chorleiter Wolfgang Ziegler war ein Traum in Erfüllung gegangen, wie er gestand: "Vor vielen Jahren war ich einmal Gast beim Sommerkonzert des Augustinus-Gymnasiums in dieser Halle und da dachte ich, dass ich hier auch einmal als Dirigent stehen möchte. Nun wurde mein Wunsch erfüllt.“ Der Teeniechor nahm die Zuhörer mit auf eine Reise in die früheren Jahre des Chors. Beim Lied „Adiemus“ von Karl Jenkins zogen die Sängerinnen der ersten Reihe mit Lichtern über die Seiten der Halle ein. Der Chor selbst hatte mit einer Leinwand für passende, eindrucksvolle Hintergrundbilder gesorgt. Beim Gospel „Glory to god almighty" trat erstmals Tine Steinhauser als Solistin in Aktion. Das eindrucksvolle „Ave Maria“ hatte Wolfgang Ziegler selbst arrangiert. Ein weiterer Gospelsong war „Order my steps“ und auf bayerisch erklang dann das „Hallelujah“ von Leonhard Cohen, bei dem die Bässe und Tenöre durch ihre Einleitung zur Geltung kamen.

„Shackles“ mit Solistin Steinhauser endete mit einem kräftigen „Praise you“. A capella und mit Finger schnippend erklang dann „Sixteen tons“ gefolgt vom romantischen „True colours“. Die acht Herren im Bass bestätigten humorvoll, dass sie die „Krone der Schöpfung aller Sänger sind“ mit einem festem „Oh yeah“ am Ende. Zarte Pianotöne begleiteten „Walking in Memphis“ und der Chor bestätigte „Dir gehört mein Herz“ aus dem Tarzan-Sound-Track. Vor der Pause erklang noch „I`ll be there for you“.

Gespannte Stille herrschte im Publikum bei "Der Weg“ nur mit Pianobegleitung, mit dem 2002 Herbert Grönemeyer den Tod seiner Ehefrau verarbeitet hatte. Bei „Africa“ von Toto war auf der Leinwand eine Elefantenherde zu sehen. Nach der Pause erklangen Stücke aus dem aktuellen Programm wie „Sing“, dem romantischen „A whole new world“ aus dem Disneyfilm „Aladdin“ mit Solo von Michael Ziegler und Sieglinde Ziegler mit Querflöte. Die County-Szene wurde mit „Jolene“ gestreift, hier glänzten Tine Steinhauser am Solomikrofon und Johanna Pickert an der Violine. Die Teenies setzten „Ohne dich“ von der Münchner Freiheit drauf. Viel Beifall erhielt Solist Maximilian Janner bei „Something beautiful“ und Nena kam mit „Irgendwie“ zu Ehren.

Der Chor sorgte für „Good Vibrations“ in der Halle und ohne Musikbegleitung erklang noch „Happy together“. Von den Sitzen gerissen wurde das Publikum beim abschließenden „Somebody to love“ bekannt von Freddy Mercury und „Queen“. Eindrucksvoll waren neben der Leistung des Chores, und der Band auch die Solisten Tine Steinhauser und Maximilian Janner. Als Zugabe fügte der Chor noch „Das Beste“ an, wie Wolfgang Ziegler ausführte erklang das Lied zu Ehren von Renate Freuding-Spintler, die auch das Beste für ihre Hilfsorganisation und die ärmeren Mitmenschen ist. Bei „Shut up and dance" durfte sich das Publikum nochmal richtig austoben. Langanhaltender Beifall und stehender Applaus belohnten die Akteure.

Für Chorleiter Wolfgang Ziegler (vorne) ist der Traum in Erfüllung gegangen, einmal am Dirigentenpult der Max-Reger-Halle zu stehen.
Der Chor selbst hat passende Hintergrundbilder mitgebracht und so sorgt bei "Afrika" eine Elefantenherde für die richtige Stimmung zum Song.
Maximilian Janner (links) ist nur einer der herausragenden Solisten des Teeniechores Schirmitz.
Auch die Ehrengäste in der ersten Reihe mit Renate Freuding-Spintler (Dritte von rechts) hält es nicht weiter auf den Stühlen.
Oberbürgermeister Kurt Seggewiß (links) dankt Renate Freuding-Spintler (rechts) mit Blumen für ihr Engagement für das Hilfswerk "Adventslicht".

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