Vor fast genau einem Jahr wagte die SPD den Vorstoß: Tempo 30 solle zur Regelgeschwindigkeit für den Verkehr in Weiden werden, 50 km/h zur Ausnahme, hieß es in einem Antrag, dem bald auch ein zweiter folgte. Die Verantwortlichen von Rechts- und Stadtplanungsamt im Rathaus blockten zunächst ab – wegen rechtlicher Probleme, wegen vieler Straßen mit überörtlicher Bedeutung und möglicherweise Verzögerungen im Stadtlinienverkehr. Doch jetzt ist plötzlich vieles anders.
Bundesweit 388 Städte und Gemeinde haben sich bereits der Initiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten" angeschlossen (wir berichteten). Sie fordert den Bund auf, dass Kommunen Tempo 30 als Höchstgeschwindigkeit innerorts anordnen können, wo sie es für notwendig halten – ausdrücklich auch auf Hauptverkehrsstraßen. Diese Positionen seien "mit dem aktuell beschlossenen Mobilitätskonzept der Stadt Weiden durchaus im Einklang", stellt dazu die Stadtverwaltung in einem Vorlagebericht fest. Und sie empfiehlt nun uneingeschränkt den Beitritt zu dieser Initiative.
Darüber diskutieren die Stadträte in der Sitzung am Montag, 23. Januar. Die öffentliche Sitzung beginnt um 15 Uhr in der Max-Reger-Halle.













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