Weiden in der Oberpfalz
10.07.2018 - 17:38 Uhr

Tierheimneubau: "Wir starten jetzt"

Optimistisch gibt sich OB Kurt Seggewiß nach einem Arbeitsgespräch mit Vertretern der Stadt, der Landkreisgemeinden, des Tierschutzvereins sowie der Stadt und des Landkreises in Sachen Tierheimneubau. Dabei gibt es noch viel zu klären.

Offene Türen rennen Stadt und Landkreis beim Tierschutzverein mit den Plänen für den dringend nötigen Neubau des Tierheims ein. Gerade gab es ein Arbeitsgespräch, indem deutlich wurde, es geht voran. Nur, wer alles an Bord sein wird, ist noch unklar. gsb
Offene Türen rennen Stadt und Landkreis beim Tierschutzverein mit den Plänen für den dringend nötigen Neubau des Tierheims ein. Gerade gab es ein Arbeitsgespräch, indem deutlich wurde, es geht voran. Nur, wer alles an Bord sein wird, ist noch unklar.

(mte) Optimistisch gibt sich OB Kurt Seggewiß nach einem Gespräch mit Vertretern der Stadt, des Landkreises und des Tierschutzvereins. Dabei gilt es, noch viel zu klären. "Es konnte aber eine entscheidende Weichenstellung für den dringend notwendigen Neubau eines Tierheims getroffen werden", teilt die Stadt mit.

Wie die Weichenstellung aussieht? "In eigener Regie und am bisherigen Standort" will die Stadt mit der Planung des Neubaus beginnen, sobald im Nachtragshaushalt die Finanzmittel zur Verfügung stehen. 100 000 Euro werden nach einem Beschluss des Finanzausschusses bereitgestellt. Raus ist der Landkreis damit aber nicht aus der Planung. Heißt es doch: "Damit die für Fundtiere zuständigen Gemeinden im Landkreis weiterhin eine Unterbringungsmöglichkeit haben, wird zunächst ergebnisoffen auch hierfür ein entsprechender Bedarf mit eingeplant."

Allerdings sei an die Bedarfsermittlung eine Frist geknüpft, die die Stadt den 38 Landkreisgemeinden setzten will, informiert Rechtsdezernent Hermann Hubmann. Bis dahin müssten die Gemeinden entscheiden, ob sie beim Tierheimneubau und der Abgabe ihrer Fundtiere dort mitmachen. "Wir wollen die Landkreisgemeinden mitnehmen. Aber wir brauchen ein Tierheim und werden dieses auch umsetzen, wenn die Gemeinden nicht mitmachen. Dann wird's halt nur kleiner", so Hubmann.

Bereits in den nächsten Wochen werden alle Landkreis-Bürgermeister zusammenkommen, informiert Rupert Troppmann, Vorsitzender des Bayerischen Gemeindetages des Kreisverbandes Neustadt, und betont, wie schnell damit auf sehr kurzfristige Entwicklung reagiert werde. Sei doch erst seit 14 Tagen bekannt, dass der Landkreis die Fundtier-Aufgabe nicht übernehmen darf. Auch die Kündigung des Fundtiervertrags seitens des Tierschutzvereins sei erst zum 24. April erfolgt. Jetzt brauche es neue Verträge. "Eine Lösung liegt uns allen am Herzen. Wir rödeln, aber 38 Gemeinden mit unterschiedlichen Interessen und geografischen Lagen sind schwer in kurzer Zeit vertraglich unter einen Hut zu bekommen."

Fest steht aber laut der Stadt Weiden, dass sich das Landratsamt Neustadt an den Planungskosten fürs Tierheim beteiligt, da bei der Neuplanung auch Quarantäneplätze für künftig mögliche Beschlagnahmekationen realisiert werden sollen.

Diskussionsbedarf gibt es noch zu Standort und Betreiber. So könnte das neue Gebäude im Wege einer Erbpachtregelung auf dem jetzigen oder aber auch auf einem noch zu erwerbenden, angrenzenden Grundstück der Bayerischen Staatsforsten entstehen und an den Tierschutzverein verpachtet werden, informiert die Stadt. Der Tierschutzverein sei bereit, "Mittel in erheblicher Höhe zum Beispiel für die Inneneinrichtung und die Außenanalgen beizusteuern".

Und der Zeithorizont? "In einem Jahr wird das Projekt sicher nicht abgeschlossen sein", so Hubmann. Denn jetzt gelte es, "in den Sumpf der Kleinigkeiten abzutauchen". Zügig voran soll's trotzdem gehen: "Wenn mir jemand etwas auf den Tisch legt, geht auch was", verspricht der Rechtsdezernent. Zugleich betont der OB: "Wir starten jetzt."





 
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