Seit 1965 wird die Christmette an der Heiligen Staude, der kleinen Kapelle im Wald, am Rande von Weiden gefeiert. Anfangs wurde sie von Patres des ehemaligen Klosters St. Augustin zelebriert und konnte nur in einzelnen Jahren, nach der Ära des Klosters mangels eines Geistlichen, sowie auch während der Corona-Pandemie nicht stattfinden. Seit 60 Jahren zeigt sich, dass die Tradition und die wundervolle Atmosphäre dieser Mitternachtsmette für viele Gläubige zum festen Bestandteil ihres Weihnachtsfestes zum Abschluss des 24. Dezember gehören.
Auch dieses Jahr konnten weder Kälte, Wind noch die späte, nächtliche Zeit viele Familien und Freunde aus der Umgebung von Weiden abhalten. Etwa 150 Erwachsene und sogar Kinder kamen mit Lichtern und Laternen an die Kapelle oberhalb der ehemaligen Wetterstation und des Butterhofes.
Auf seine besinnliche, besondere Art und Weise gestaltete Pfarrvikar Jomet Joy von der Pfarrei St. Johannes den Gottesdienst. Den musikalischen Rahmen übernahm wieder die treue Weidener Stadtkapelle. So wurde nach Abschluss der Posaunenklänge von „Stille Nacht“ auch das Gefühl geäußert: „Ohne Mitternachtsmette an der Heiligen Staude kein Weihnachten“. Dies gilt als Dank und Motivation für die Familie Karl-Heinz und Viktoria Schieder sowie für Cornelia Hofmann und Ursula Breinbauer, die sich seit einigen Jahrzehnten um die Pflege des Kirchleins und die Organisation dieser Andacht kümmern.
Die Kapelle hat eine lange Geschichte. Der Amberger Hans Klopfer ließ sie 1470 erbauen. Bis 1588 fanden hier regelmäßig Gottesdienste und Wallfahrten statt. Doch dann wurde es ruhig um das Kirchlein. Es verfiel und wurde 1590 zerstört. Versuche, es wieder aufzubauen, scheiterten. Erst auf Initiative von Seilermeister Franz Hammer aus Weiden gelang es 1952, die Heilige Staude wieder aufzubauen.














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