18.10.2018 - 18:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Trafostation wird Kunstprojekt

Das Motiv könnte nicht passender sein. Eine bunte Dampflok ziert seit ein paar Tagen die Trafostation in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Schienenfahrzeugwerk PFA in Weiden - gestaltet von Realschülern. Ein Pilotprojekt, das ankommt.

Die Künstlerklasse 6b der Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN hat in Weiden eine Trafostation bemalt. Das Motiv greift aufgrund der Nähe zur ehemaligen PFA passenderweise eine Lok auf.
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Eine Woche lang tauschten 31 Schüler der Lobkowitz-Realschule Neustadt/WN den Füller gegen Farbeimer und Pinsel. Viel länger dauerten die Vorarbeiten, bis der Entwurf feststand. "Das hat allen riesig Spaß gemacht", sagt Kunstlehrerin Christine Palmer. Ein solch großes Projekt hatte es noch nicht gegeben und war für alle eine neue und wichtige Erfahrung.

Gemeinsam mit ihrer Kollegin Birgit Gröger betreute sie die künstlerische Ausgestaltung. 31 Schüler der Künstlerklasse 6 b und des Wahlfachs Schulhausgestaltung waren Feuer und Flamme. Den Entwurf skizzierten sie freihändig. Getränkekisten aus dem Markt gegenüber dienten als Leitern. Umliegende Firmen stellten Essen und die Benutzung der sanitären Einrichtungen zur Verfügung.

Die Idee zu dieser erstmaligen Aktion hatten die Stadtwerke Weiden und das Bayernwerk bzw. das Stromnetz Weiden, die auch die Kosten für die Malerarbeiten übernehmen. "Andere Städte machen das schon länger, warum also nicht auch wir", sagt Judith Völkl, bei den Stadtwerken für Vertrieb und Marketing zuständig. Es gab keine aufwendige Ausschreibung. Die Schule kam durch persönliche Kontakte zum Zug. "Wir denken darüber nach, die Aktion fortzusetzen", so Völkl. Dann sollen auch andere Schulen oder Jugendeinrichtungen zum Zug kommen.

Im Stadtgebiet dürfte es noch viele weitere Trafohäuschen geben, die eine Farbauffrischung verdient hätten. "Wir haben uns jetzt erstmal bewusst für den Standplatz in der Straße ,Zur Drehscheibe' entschieden", sagt Martin Schönberger vom Bayernwerk. "Das Ergebnis soll man ja auch sehen können." Andere Gebäude lägen zu versteckt oder unterirdisch, und das bringe nichts. Schönberger betreute die Malaktion mit und traf die Vorbereitungen. "Wir mussten zum Beispiel die Kabelverteilerkästen nach innen verlegen, Haftgrund an den Wänden aufbringen und rundum den Boden pflastern." Ganz schön viel Aufwand. "Das Ergebnis war es wert", sagt Schönberger. Auch er freut sich über den gelungenen Farbtupfer im Stadtbild.

Erst entsteht eine Vorzeichnung, dann wird ausgemalt. Fast eine Woche dauert die Aktion der Schüler.

Geschafft: Die Schüler der Künstlerklasse 6b freuen sich über das gelungene Werk.

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