18.01.2019 - 14:29 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

"Trauer ist keine Krankheit"

Elke Lauterbach ist neue Leitende Koordinatorin des ambulanten Palliativ- und Hospizberatungsdienstes der Malteser in Weiden und dem Landkreis Neustadt. Sie löst Rüdiger Erling ab, der ans Landesamt für Pflege in Amberg wechselte.

Elke Lauterbach hält beim ambulanten Palliativ- und Hospizbetreuungsdienst der Malteser die Fäden in der Hand und ist damit, so OB Kurt Seggewiß, "eine ganz wichtige Person".
von Jutta Porsche Kontakt Profil

"Sie ist eine ganz wichtige Person, um alle Dienste in diesem schwierigen Bereich funktional einzusetzen", betonte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß beim Antrittsbesuch der Pflegepädagogin am Freitag. Die 48-Jährige selbst sieht sich als Stütze für die Ehrenamtlichen, die Betroffenen und Angehörigen in schwierigen Lebenslagen beistehen.

Der ambulante Palliativ- und Hospizberatungsdienst sei groß in Zivilcourage, betonte sie. Denn 54 ehrenamtliche Kräfte seien für die psychosoziale Begleitung sowohl in der Palliativstation als auch Zuhause bei den Betroffenen im Einsatz. Eine stolze Zahl, und ein weiterer Vorbereitungskurs ist vor kurzem angelaufen. "Sie bringen sich mit Herzblut ein." Ebenso wie die drei hauptamtlichen Kräfte, die in diesem Bereich tätig seien.

"Wir können stolz darauf sein, dass es immer wieder gelingt, Ehrenamtliche für diese Tätigkeit zu finden", freute sich Seggewiß. "Menschen, die sich um andere Menschen kümmern." Die Ehrenamtlichen unterstützen die Angehörigen auch nach einem Todesfall weiterhin, erklärte Lauterbach. Dabei gelte: "Trauer ist keine Krankheit, und die psychosoziale Begleitung in dieser Phase ist ganz wichtige Präventionsarbeit." Um gesund zu bleiben, sei es wichtig, Trauer zuzulassen.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich in der ambulanten Palliativ- und Hospizbetreuung in der Region viel getan. Dieses Jubiläum soll heuer noch gefeiert werden. Große Verdienste habe sich hier das Ehepaar Ilse und Heribert Stock erworben, als Initiatoren und als treibende Kräfte, was den Ausbau der Versorgung betrifft, waren sich Lauterbach und Seggewiß einig. Der Malteser-Hilfsdienst wird sein Angebot demnächst auch in anderer Hinsicht erweitern. Lauterbach: "Wir bieten bald eine Begleitung für Menschen mit Behinderung in der Eingliederungshilfe an."

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