15.01.2021 - 17:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Trauer um Ex-Stadtrat Franz Baierl

42 Jahre lang - bis 2014 - gehört Franz Baierl dem Weidener Stadtrat an. Über Jahrzehnte erwirbt er sich den Ruf als "Mister Bauausschuss" in der Stadt Weiden Am Donnerstag verstirbt der Bauingenieur.

Franz Baierl, kurz vor seinem 80. Geburtstag im Februar 2020.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

Die Gebrechen des Alters ließen sich nicht mehr leugnen. Doch Franz Baierl, der 42 Jahre lang dem Weidener Stadtrat angehört hatte, wollte immer Optimist bleiben. Am 9. Januar konnte er noch seinen 81. Geburtstag feiern. Am Donnerstag schloss er für immer seine Augen.

Schon 2011 war seine Frau Helga verstorben, was seine Familie und ihn schwer erschütterte. Drei Jahre lang hatte er sie gepflegt, für ihre Betreuung das Haus in der Mooslohe verkauft und war in eine behindertengerechte Wohnung gezogen.

Vielen Bürgern konnte Baierl als Stadtrat helfen. Viel Zeit genommen hatte sich der Bauingenieur, der auch dem Sport (Faustballer, Tenniscrack und Läufer) frönte, für sein kommunalpolitisches Engagement, für das er die Goldene Bürgermedaille erhielt.

Anfang 1972 war er an die Spitze der Jungen Union getreten. Nur wenige Monate später hatten ihn die Weidener in den Stadtrat gewählt, dem er bis zum Jahr 2014 angehört hatte. Als Sprecher der CSU-Fraktion im Bauausschuss hatte er sich im Laufe der Jahrzehnte den Ruf als "Mister Bauausschuss" erworben, als kluger Ratgeber, Mann des Ausgleichs, offen, ehrlich, vertrauenswürdig. Er stand für viele Bausteine in der Entwicklung der Stadt Weiden - vom Freizeitzentrum Raiffeisenstraße bis hin zur Max-Reger-Halle.

"Meine Familie ist mir wichtig", betonte Baierl stets. "Da fühle ich mich geborgen. Meine Kinder und Enkel sind wirklich gut gelungen", betonte er stolz bei seinem 80. Geburtstag. Die Beisetzung findet im engsten Familienkreis statt, der Trauergottesdienst zu einem späteren Zeitpunkt.

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