(hcz) „Die ganze Schöpfung“ - nicht nur der Mensch – wartet auf die Erlösung durch Gott. Daher sei im „Benediktionale“, dem offiziellen Segensbuch der Kirche, ausdrücklich auch die Segnung der Tiere vorgesehen, sagte Monsignore Andreas Uschold am Sonntagmorgen auf dem Gelände des Tierheims. Dort, wo in Bälde der Neubau entstehen soll, bat Pfarrer Uschold nach einer kurzen Andacht „durch die Fürbitte des heiligen Franziskus“ um Gottes Segen für die gut zwei Dutzend anwesenden Zamperln der Besucher, die in den Zwingern untergebrachten Hunde und Katzen sowie die Kleintiere.
Neben einem großen Angebot gebrauchter Bücher, einer reichlich bestückten Tombola, vielerlei Tierbedarf und der unterhaltsamen Musik von „Helmy“, lockte auch ein vielfältiges Pflanzen-Angebot, dessen Erlös Kathrin Plouschka gänzlich dem Tierschutzverein zugute kommen ließ.
Einige Hunde und Katzen warten auf neue Herrchen oder Frauchen. Da ist die kleine schwarze „Susi“, die sich seit Freitag im Tierheim befindet. Die sechsjährige Hündin wurde, genauso wie der achtjährige „Fiete“, aus nicht nachvollziehbaren Gründen abgegeben. „Kimba“, ein wirklich schöner Schäferhund, ist nur an erfahrene Hundebesitzer abzugeben. Im Tierheim ist er unruhig, „sichtlich gestresst“, sagt Hundebetreuerin Claudia Wenzl. „Aber wenn er mit mir spazieren geht, wird er zunehmend ruhiger, zutraulicher und brav“.
„Kimba“ müsste ein „hundeerfahrenes“ Zuhause bekommen und dürfte nie lange allein gelassen werden. Es gibt auch Tiere, die seit Langem im Tierheim ausharren. „Lina“, eine liebe schwarz-weiße Katzendame etwa, ist seit 13 Jahren dort und wird aller Wahrscheinlichkeit nach ihren Lebensabend hier verbringen. „Viola“ ist auf der Quarantänestation zusammen mit drei jungen Kätzchen untergebracht. Und einige der Hunde, die schlechteste Erfahrungen mit Menschen gemacht haben, sind nicht vermittelbar und werden deshalb voraussichtlich auch bis an ihr Lebensende im Tierheim bleiben.
Dank sagte Tierschutzvereins-Vorsitzende Mariele Junak allen, die für den kranken „Elvis“ gespendet haben Noch ist die kleine Französische Dogge hier, aber demnächst soll sie operiert werden, um sie von ihrer Luftnot zu befreien (Oberpfalz-Medien berichteten).
Pfarrer Uschold hat selbst einen Hund aus dem Weidener Tierheim. „Chico“, einen kleinen, weißen Malteser „mit großen Glubschaugen“, holte der Monsignore vor drei Jahren am Karsamstag von Tierheimleiterin Jutta Böhm. Er sei in Engleshof aufgewachsen, berichtet der tierfreundliche Seelsorger, auf einem Bauernhof mit vielen Tieren, die er oft habe hüten müssen. „Ich bin also immer schon Hirte gewesen.“
Weiden in der Oberpfalz
03.06.2018 - 14:01 Uhr
Trubel im Tierheim
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