(rg) In seiner letzten Rede als Vorsitzender des Turnerbundes machte Alfons Kraus Anmerkungen, die gerade heute ungebrochen aktuell klingen: Der Vereinssport, so betonte er, sei "eine Säule inmitten unserer freiheitlichen Grundhaltung". Und er erteilte rechtsradikalen Tendenzen eine deutliche Absage: "Wir beim Turnerbund kennen keinen Ausländerhass." Schon vor vielen Jahren habe der TB Ausländer aufgenommen. Kraus hielt diese Abschiedsrede 1993. Den Vorsitz übergab er damals an Herbert Tischler, der Verein ernannte den scheidenden Chef zum Ehrenvorsitzenden.
Im Alter von 86 Jahren ist Alfons Kraus am Sonntag verstorben. Sein Name bleibe für immer mit dem Sportpark am Hammerweg verbunden, den er während der 15-jährigen Amtszeit mit Millionenaufwand aus-, umbauen und modernisieren ließ - das stellte Tischler bereits bei der Amtsübergabe fest. Bereits in Vohenstrauß, wo Kraus 1932 geboren worden war, hatte er dem Turnverein angehört. 1953 zog er nach Weiden, bereits ein Jahr später stieß er zum TB. Er engagierte sich beim 1. Athletenclub und besonders bei der Kegelabteilung, die unter seiner Führung - und auch mit ihm als Aktiven - aufblühte. Ab 1977 war er zweiter Vorsitzender des TB, ab 1980 erster. Um Alfons Kraus trauert besonders Frau Marianne. Im nächsten Jahr hätten sie das 60. Ehejubiläum feiern können. Die Trauerfeier beginnt am Dienstag, 11. September, um 8 Uhr in St. Johannes, anschließend Beisetzung im Stadtfriedhof.













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