Weiden in der Oberpfalz
04.10.2026 - 08:29 Uhr

Unvorhersehbare Klangerlebnisse bei der „Open Stage“ im Parapluie Weiden

Nach der Sommerpause ist die beliebte „Open Stage“ in Weiden wieder zurück. Musiker aus unterschiedlichen Stilrichtungen trafen auf ein neugieriges Publikum und auf eine Bühne, auf der an diesem Abend vieles möglich war.

„Jon Moffitt & His Sea Chord Cruizers“ bei der „Open Stage“ in Weiden. Bild: Helmut Kunz
„Jon Moffitt & His Sea Chord Cruizers“ bei der „Open Stage“ in Weiden.

Es ist gerade die Unvorhersehbarkeit, die den besonderen Reiz der „Open Stage“ im „Kulturbahnhof Parapluie“ in Weiden ausmacht. Ein festes Programm gibt es zwar, doch was danach auf der Bühne passiert, lässt sich kaum planen. Auch am Samstagabend wurde deutlich, warum die monatliche Veranstaltung längst ihren festen Platz im Weidener Kulturleben gefunden hat.

Für den musikalischen Auftakt sorgten „Jon Moffitt & His Sea Chord Cruizers“. Mit ihrem sonnigen Beach-, Blues- und Rock-Sound brachten die Musiker eine gehörige Portion Florida-Feeling in den Kulturbahnhof. Anschließend präsentierte Art Hofmann seinen selbsternannten „Akustikrock“. Das Duo Matthias Rössle und Eric Zehnbauer setzte danach auf bekannte Rockklassiker und sorgte damit ebenfalls für einen stimmungsvollen Einstieg in den Abend.

Danach gehörte die Bühne den spontanen Musikern. Dank der komplett ausgestatteten Backline mit Schlagzeug, Verstärkern, Keyboards und Mikrofonen waren die technischen Voraussetzungen für eine gemeinsame Session geschaffen. Ob Singer-Songwriter, Jazz-, Folk-, Soul-, Blues- oder Rock-Musiker unterschiedlicher Erfahrung und Stilrichtungen konnten sich einbringen. Gerade diese Mischung aus erfahrenen Akteuren, Amateuren und spontanen Teilnehmern macht den Charakter der Veranstaltung aus.

Für den passenden technischen Rahmen sorgte einmal mehr Günter Hagn. Der hauseigene Tontechniker und selbst aktive Profimusiker hatte die Bands für den Abend eingeladen und kümmerte sich darum, dass die unterschiedlichen Formationen auf der Bühne gut zur Geltung kamen. Steve Long übernahm die Moderation und führte locker und unterhaltsam von den angekündigten Auftritten in die offene Jam-Session.

So entwickelte sich der Abend zu einem musikalischen Wechselspiel aus vorbereiteten Beiträgen und ungeplanten Begegnungen. Mal stand ein einzelner Musiker im Mittelpunkt, mal fanden sich mehrere Akteure spontan zu einer gemeinsamen Nummer zusammen. Für das Publikum bedeutete das: zuhören, überraschen lassen und nie genau wissen, was als Nächstes kommt. Den musikalischen Schlusspunkt setzte schließlich traditionell Reinhard Meys „Gute Nacht, Freunde“.

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