Weiden in der Oberpfalz
03.03.2026 - 17:03 Uhr
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Urlaub in Dubai: So geht es zwei Freundinnen aus Weiden

Tausende deutsche Urlauber sitzen wegen des Krieges im Nahen Osten in Dubai fest. Auch die Freundinnen Daniela Bock und Katja Weiß aus Weiden sind darunter. Wie sie die letzten Tage erlebt haben und wie es ihnen geht.

Daniela Bock (links) und Katja Weiß sind seit letzter Woche mit ihren Söhnen im Urlaub in Dubai. Wann sie zurückfliegen können, ist derzeit noch unklar. Bild: Katja Weiß
Daniela Bock (links) und Katja Weiß sind seit letzter Woche mit ihren Söhnen im Urlaub in Dubai. Wann sie zurückfliegen können, ist derzeit noch unklar.

Daniela Bock ist schon zum sechsten Mal in Dubai. „Wir machen hier gerne Winterurlaub, weil es einfach super kinderfreundlich ist“, erzählt die zweifache Mama. Gemeinsam mit ihren Söhnen (fünf und ein Jahr alt) sowie ihrer Freundin Katja Weiß und deren Sohn flog sie auch vergangenen Dienstag in die Sonne. „So haben wir uns unseren Urlaub aber nicht vorgestellt“, sagt die 35-Jährige.

Seit Samstag haben sie ihr Hotel auf der Palme – einer künstlich angelegten Inselgruppe in Form einer Palme, die vor der Küste Dubais errichtet wurde – wegen des Krieges im Nahen Osten nicht mehr verlassen. Ob sie am Mittwoch zurückfliegen können, ist am Dienstag noch unklar. „Das alles war schon ein Schock“, sagt Bock.

Notfallalarm auf dem Handy

Am Samstag begannen die USA und Israel, Ziele im Iran anzugreifen. Der Iran wiederum attackierte Israel und andere Golfstaaten. An diesem Tag seien sie gerade in einer Strandbar gewesen und hätten gesehen, dass alle Menschen auf einmal in den Himmel schauten, erinnert sich Bock in einer Sprachnachricht an Oberpfalz-Medien. „Dann bin ich rausgegangen, habe aber nichts mehr gesehen – nur noch eine kleine weiße Wolke, wo quasi irgendeine Rakete oder Drohne abgeschossen wurde“, erzählt sie. Die komplette Nacht über habe es ständig gekracht. „Teilweise schon ziemlich laut und es sind auch noch die ganzen Kampfjets geflogen, also da haben wir schon kurzzeitig gedacht: Was geht ab?“ Ein paar Mal sei auch ein Notfallalarm auf das Handy gekommen. „Da wusste man einfach nicht: Was macht man jetzt? Wir haben schon beide gezittert“, sagt Bock. Ihnen sei geraten worden, drinnen zu bleiben und sich von Fenstern fernzuhalten.

Urlauber gestrandet

Seit dem Beginn der Angriffe sind viele deutsche Urlauber in der Golfregion gestrandet. Laut Angaben des Deutschen Reiseverbands (DRV) sitzen derzeit rund 30.000 Kunden deutscher Veranstalter fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Zahlreiche Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, auch Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.

Direkt am Samstag registrierten Bock und Weiß sich und ihre Kinder beim Auswärtigen Amt. „Wir bekommen ab und an E-Mails mit Updates“, berichtet Bock. Und sie sieht das Positive: „Wir hatten das Glück, dass wir die ganze Zeit im Hotel waren und nicht gestrandet am Flughafen.“ Ihr Zimmer hätten sie eigentlich nur noch bis Mittwoch. „Wir haben es aber schon verlängert, falls wir nicht zurückfliegen können“, berichtet die 35-Jährige. Die Reise haben die beiden Frauen als Pauschalreise über ein Reisebüro in Weiherhammer gebucht. „Sie tun das Möglichste, dass wir wieder heimkommen“, betont Bock. Vom Reiseleiter vor Ort hätten sie im Gegensatz dazu noch nichts gehört.

Am Dienstagnachmittag landete eine Maschine von Emirates Airlines in Frankfurt – erstmals seit Tagen kamen damit Passagiere aus Dubai zurück. Auch der Reisekonzern Tui holte am Dienstag die ersten Kunden aus dem Nahen Osten. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) sagte im ZDF-Heute-Journal am Montag, dass er guter Dinge sei, dass die baldige Rückkehr deutscher Urlauber nach und nach gelinge.

Seit Samstag nur im Hotel

„Uns geht es eigentlich gut soweit. Trotzdem freuen wir uns schon, wenn wir wieder sicher zu Hause bei unseren Familien ankommen“, sagt Bock. Die Mitarbeitenden im Hotel seien alle „super souverän“. Man dürfe nach draußen, solange kein Notfallalarm aufs Handy komme. „Es ist hier scheinbar auch alles ganz normal außerhalb, genauso wie im Hotel. Wir haben das Hotel aber seit Samstag nicht mehr verlassen.“ Gerade mit drei Kindern sei die Lage nicht einfach. „Wir funktionieren gerade halt einfach nur“, sagt die Weidenerin.

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