Weiden in der Oberpfalz
29.07.2018 - 11:46 Uhr

Verspäteter astronomischer Sommernachtstraum

Bei der längsten totalen Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts ist Geduld gefragt

Ab dem Kerneintritt in den Schatten der Erde um 22.22 Uhr ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts auch in Weiden doch noch zu sehen.
Bildmontage: Dobmeier
Ab dem Kerneintritt in den Schatten der Erde um 22.22 Uhr ist die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts auch in Weiden doch noch zu sehen. Bildmontage:

Gegen 21 Uhr positionierten sich Schaulustige mit Fotoapparaten am Freitag an der Staatsstraße von Weiden nach Neunkirchen am kleinen Parkplatz mit dem Marterl zwischen der Autobahnauffahrt Frauenricht und der Abfahrt nach Latsch. In Erwartung der Mondfinsternis hatten sie den ganzen Horizont des Fischerberges im Osten im Blick - von St. Felix bis zur Kapelle in Muglhof.

Eine massive Wolkenfront mit Wetterleuchten in der Ferne Richtung Böhmen vermieste den geduldig Wartenden den Mondaufgang. Das Eintauchen des Mondes in den Erdschatten blieb den Weidenern verborgen. Enttäuschung machte sich breit.

Erst nach 22 Uhr sah man über der Wolkenfront den dunklen roten „Blutmond“. Der Mars kam gleichzeitig der Erde so nah wie selten und leuchtete als heller Planet unter dem Mond. Das Austreten aus dem Kernschatten war bis 23.11 Uhr zu sehen und offenbarte ein Himmelsspektakel, das die Zuschauer doch noch belohnte.

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