17.03.2020 - 16:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

VHS-Weiden: Livestream über Coronavirus

Öffentliche Vorträge gibt es an der Weidener Volkshochschule wegen des Coronavirus nicht mehr. Ihrem Bildungsauftrag will die VHS aber trotzdem gerecht werden. Weil das Thema so brisant ist, gibt es einen Corona-Vortrag im Livestream.

Felix Hütten ist Wissenschaftsjournalist bei der Süddeutschen Zeitung. Am Donnerstag um 19 Ihr überträgt die VHS-Weiden seinen Vortrag zum Thema Corona.

Das Coronavirus breitet sich aus. Um die Entwicklung zu verlangsamen, erlahmt das öffentliche Leben mehr und mehr. Als ein Ort, an dem viele Menschen Tag für Tag zusammenkommen, ist die Volkshochschule Weiden-Neustadt besonders davon betroffen. Kurse finden derzeit keine mehr statt, die VHS will aber weiterhin zur Bildung der Menschen beitragen.

Weil das Thema brandaktuell ist, überträgt die VHS einen Livestream mit dem Titel "Coronavirus: wie es funktioniert und wie es bekämpft werden kann" am Donnerstag, 19. März, um 20 Uhr. Referent ist Felix Hütten, Wissenschaftsjournalist der "Süddeutschen Zeitung". Er hat zudem Medizin studiert. In seinem Vortrag geht Hütten auf folgende Fragen ein: Sind Grenz- und Schulschließungen die richtige Strategie? Ist die Sorge vor einer Pandemie mit Tausenden Toten gerechtfertigt? Wird es bald Medikamente oder einen Impfstoff geben? Was kann ich tun, um mich und meine Mitmenschen zu schützen? Wer den Livestream mitverfolgen möchte, der kann sich bei Harald Krämer von der VHS per E-Mail anmelden (harald.kraemer[at]vhs-weiden-neustadt[dot]de). Krämer schickt dann jedem Interessierten einen Link, unter dem er den Vortrag verfolgen kann. Der Live-Stream wurde von der VHS-Erding organisiert und ist Teil ihrer "vhs.wissen live"-Reihe. "Der Vortrag richtet sich an jeden in der Bevölkerung. Wir machen das, weil ja sonst keiner mehr zu unseren Vorträgen kommen kann", sagt Krämer.

Unterdessen hat die Weidener VSH selbst mit den Folgen der Virus-Ausbreitung zu kämpfen. "Wir haben alle Einzelvorträge abgesagt und Kurse verschoben", sagt Krämer. Ob alle Kurse in voller Länge nachgeholt werden können, sei derzeit noch nicht klar. Es könnte sein, dass diese zum Sommer hin eventuell verkürzt werden. Einzelveranstaltungen dagegen werden wohl kaum alle nachgeholt. "Das wäre praktisch gar nicht umsetzbar", erklärt Krämer. "Wir starten dann wieder, wenn wir wieder eine Freigabe bekommen."

Es bleibt die Frage, was aus den Lehrern an der VHS wird, die gerade keine Kurse halten können. "Das ist ein schweres Brot", so Krämer. Welche Entschädigungsregel für diese greifen könnte, sei momentan noch nicht absehbar. "Das sind Freiberufler, die analog zu den Geschäftsleuten vor den gleichen Problemen stehen."

Um Abhilfe müsse sich nun die Politik kümmern, damit für diejenigen, die Einnahmeausfälle zu beklagen haben, eine "schnelle und wenig bürokratische Lösung" gefunden werden kann.

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