08.10.2019 - 17:55 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Viele Fragezeichen hinter Tierheim-Neubau

Am Montag im Stadtrat waren die Auskünfte noch nicht erschöpfend. In drei Wochen aber soll sich das ändern. Dann sollen endgültig die Detailpläne und die Kosten für den Neubau des Tierheims vorliegen.

Ende 2020 läuft die Betriebsgenehmigung für das Tierheim aus. Noch gibt es keine Neubaupläne und Kostenschätzungen. Seit August steht fest: Der Tierschutzverein will's selber machen.
von Volker Klitzing Kontakt Profil

Rechtsdezernentin Nicole Hammerl berichtete im Plenum, dass die vom Tierschutzverein in Auftrag gegebene Eigenplanung mit Kostenschätzung Ende Oktober erwartet wird. Bis dahin wolle die Vorsitzende des Tierschutzvereins, Mariele Junak, die Zeit nutzen, über den Neustädter Bürgermeister Ruppert Troppmann auch die Landkreisgemeinden von den Vorteilen der Übernahme der Bauherrenschaft durch den Tierschutzverein zu überzeugen und deren Zustimmung zu der Variante einzuholen.

Bürgerlisten-Stadtrat Stefan Rank geht das alles viel zu langsam. Dabei habe Oberbürgermeister Kurt Seggewiß das Thema zur Chefsache erklärt. Es gebe aber noch zu viele offene Fragen und Unwägbarkeiten, vor allem angesichts des drohenden Endes der Betriebsgenehmigung Ende 2020.

Ähnlich stuft der Fraktionschef der Grünen, Karl Bärnklau die Lage ein. Die Zeit brenne auf den Nägeln. Er vermisse klare Aussagen, wer was wann mache. Auch der Fraktionsvorsitzende der SPD, Roland Richter, sieht Aufklärungsbedarf. Wie groß wird das Projekt? Wie hoch sind die Kosten? Wie steht es um die finanzielle Beteiligung der Stadt? Richter räumte ein, vom Werdegang im Ferienausschuss, dass der Tierschutzverein doch bereit sei, Bau und Trägerschaft zu stemmen, überrascht worden zu sein.

Hammerl betonte, dass es keinen Stillstand gebe. Ende Oktober sei man soweit. Es gebe ja die Kostengrenze von 3 Millionen Euro. 50 bis 60 Prozent trage die Stadt, 500000 bis 600000 Euro übernehme der Tierschutzverein, den Rest die Landkreisgemeinden. Auf die Frage von Rainer Sindersberger (Bürgerliste) teilte Hammerl mit, dass der Verein mit seinen ehrenamtlichen Kräfte personell und fachlich nicht in der Lage sei, den Betrieb zu führen. "Da muss Personal eingestellt werden."

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