Nach vielen Wochen bangen Wartens hat die Odyssee der Familie Aghadadashov ein Ende genommen. Die Geschwister Samira und Murad sind seit 6. Juli wieder in Weiden, die Eltern kamen am Freitag an. Vier Monate lang saß die Familie wegen der Coronakrise in Aserbaidschan fest.
"Ich war so froh, als ich vom Flugzeug aus gesehen habe, dass wir in Deutschland sind", erzählt die 30-jährige Samira. Sie und ihr Bruder Murad konnten am 4. Juli von Baku nach Istanbul fliegen. Von dort ging es am nächsten Tag weiter nach München. "In Aserbaidschan sind die Ausgangsbeschränkungen noch einmal verschärft worden", sagt die junge Frau. "Im Vergleich dazu ist hier alles sehr locker." Deshalb ist sie sehr dankbar, wieder zu Hause in den eigenen vier Wänden zu sein. Vor dem Abflug in Baku mussten sie sich einem Coronatest unterziehen, der am Flughafen zweimal kontrolliert worden.
Da sie und Murad zunächst noch in Quarantäne bleiben mussten, brachten Freunde etwas zu essen vorbei. Auch der Kater der Familie, der bei Bekannten untergebracht war, ist wieder zurück. "Erst war er ein bisschen beleidigt, doch jetzt hat auch er sich wieder eingelebt", schmunzelt Samira. Murad hat beim Hausarzt einen Coronatest ("zum Glück negativ") machen lassen, um schneller aus der Quarantäne herauszukommen. "Ich werde mich jetzt auch testen lassen", sagt die 30-Jährige.
Über die Botschaft hat sie sich letztendlich doch noch geärgert. "Jetzt, wo wir alles selbst organisiert hatten, sollte der abgesagte Charterflug nach Riga nachgeholt werden", berichtet sie. „Doch den brauchen wir zum Glück nicht mehr.“















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