12.05.2020 - 12:13 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Virus und wir: Finger weg vom W-Lan!

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Kollege Hubert Lukas hat für Krisenzeiten technisch schon lange vorgesorgt."Virus und wir" - so heißt die Kolumne, in der Redaktionsmitglieder von Oberpfalz-Medien ihre Gedanken zur Coronakrise aufschreiben.

Immer noch ein Provisorium, ein Teil der Verkabelung.
von Hubert Lukas Kontakt Profil

Papa, mein W-Lan geht nicht! Beten Ihre Kinder diesen Satz fast tagtäglich mantraartig? Na, dann wissen Sie ja, wie es mir noch bis vor gut zwei Jahren ergangen ist. Dauerfeuer während meist dann abrupt beendeter Feldzüge auf virtuellen Schlachtfeldern hatte die Internetverbindungen regelmäßig in die Knie gezwungen – und der verbale Beschuss danach mich zum Handeln bewogen.

Alles sollte für das breiteste Breitband, das die Leitungen geben würden, neu verkabelt werden. Doch bis es soweit sein konnte, verpasste ich unserem Möchtegern-W-Lan mehrere „Gehhilfen“, sprich Repeater (Signalverstärker). Und, was soll ich sagen: Nichts ist beständiger als ein Provisorium. Noch nicht mal die Hälfte der Kabel ist verlegt, geschweige denn angeschlossen. Irgendwie war stets etwas anderes wichtiger. Nun bin ich angesichts von Corona froh, dass die Repeater dem W-Lan immer noch zuverlässig Beine machen.

Bleiben Sie daheim: Dank dieser kleinen Geräte fällt es uns sechs leicht(er), der Aufforderung folge zu leisten. Für unsere jüngste Tochter können Schule und Saxofonunterricht am PC weitergehen, der Hörsaal unserer Ältesten ist ihr Zimmer, ich kann im Home-Office arbeiten und unser zweiter Sohn hat dazu zumindest teilweise die Möglichkeit. Vom Leben jenseits des Gartenzauns bekommt mein ältester Junior durch seinen Nebenjob bis zum Ausbildungsbeginn noch am meisten mit, bevor es für ihn in den Zeiten dazwischen meist ins Reich der Träume – und siehe oben – geht. Diverse Anschaffungen tätigt meine Frau per Mausklick, für alle anderen Besorgungen einmal wöchentlich hat meine Familie ja mich. Auch für die Glotze sind noch genügend Reserven vorhanden, um Serien und Filme zu streamen - Fußball gibt's ja keinen. So geht dank Internet alles seinen – momentan anders gearteten – geregelten Gang.

Wann es mit der Verkabelung noch einmal was wird? Schulterzucken. Vielleicht lieber nicht vor Ende der Pandemie. Denn sollte hier etwas schiefgehen, würde es ziemlich hart werden, zu Hause zu bleiben.

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