Weiden in der Oberpfalz
30.09.2026 - 16:16 Uhr

Vokalensemble Penta Vocalis eröffnet Jubiläumswoche in Josefskirche

Mit einem eindrucksvollen Konzert eröffnete die Pfarrei St. Josef ihre Festwoche zum 125-jährigen Bestehen der Josefskirche. Das Vokalensemble Penta Vocalis präsentierte sein Programm "PAX – Aus Hoffnung und Leid wächst Frieden".

Das Vokalemsemble Penta Vocalis in der Josefskirche. Bild: Claudia Glaubitz
Das Vokalemsemble Penta Vocalis in der Josefskirche.

Einen stimmungsvollen Auftakt zur Jubiläumswoche erlebten am Sonntagabend rund 250 Besucher in der Josefskirche. Anlässlich des 125-jährigen Bestehens des Gotteshauses hatte der Sachausschuss Kirchenmusik im Pfarrgemeinderat St. Josef das Vokalensemble Penta Vocalis eingeladen. Unter dem Titel „PAX – Aus Hoffnung und Leid wächst Frieden“ entfalteten die fünf jungen Sänger ein anspruchsvolles Programm, das musikalisch wie inhaltlich um die Themen Hoffnung, Leid und Frieden kreiste.

Penta Vocalis wurde erst 2024 gegründet und hat sich seither in der regionalen und überregionalen Chorlandschaft einen Namen gemacht. Die Sänger Clara Brandscherdt, Konstantin Pöppl, Daniel Rist, Kassian Brandscherdt und Richard Wensel sind aktive Schüler und Sänger der Regensburger Domspatzen. Ihre gemeinsame Leidenschaft gilt insbesondere der Vokalkammermusik. Künstlerische Impulse erhielten sie unter anderem von Markus Zapp, Mitgliedern des Leipziger Ensembles Amarcord und Stephen Connolly, dem ehemaligen Bass der King’s Singers.

In der Josefskirche bewiesen die fünf Sänger eindrucksvoll, wie facettenreich und ausdrucksstark Musik allein mit menschlichen Stimmen sein kann. Das Konzert führte durch unterschiedliche Epochen und Stilrichtungen. Werke von Thomas Tallis, Heinrich Schütz, William Byrd, Henry Purcell und Johann Sebastian Bach trafen auf Kompositionen aus der Romantik und Moderne. Dabei entstand kein bloßes Nebeneinander historischer Stücke, sondern ein musikalischer Spannungsbogen.

Der erste Konzertblock stand unter dem Zeichen der Hoffnung, bevor die Musik im zweiten Teil die dunkleren Erfahrungen von Leid und Verlust aufgriff. Im abschließenden Abschnitt richtete sich der Blick auf den Frieden. Gerade diese dramaturgische Anlage verlieh dem Konzert seine besondere Wirkung: Die Zuhörer konnten nachvollziehen, wie eng Hoffnung, menschliches Leid und die Sehnsucht nach Frieden miteinander verbunden sind.

Ein besonderer Moment war die Uraufführung des Werkes "Peace" von Kassian Brandscherdt, einem der Ensemblemitglieder. Die zeitgenössische Komposition setzte einen bewussten Akzent innerhalb des ansonsten weit gespannten Programms und schlug zugleich die Brücke von der Musikgeschichte zur Gegenwart.

Das Eröffnungskonzert war der nachdenkliche Beginn der Jubiläumswoche. Die Josefskirche, die seit 125 Jahren Ort des Gebets und der Begegnung ist, bot dafür einen passenden Rahmen. Mit "PAX" verband Penta Vocalis musikalische Qualität mit einer zeitlosen Botschaft: Frieden beginnt mit der Hoffnung, dass Verständigung und Versöhnung möglich sind.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.