28.05.2018 - 11:37 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden im guten Mittelfeld

In Weiden lässt es sich offenbar gut leben. Unter anderem in der Rubrik „Freizeit und Natur“ punktet die Stadt in der jüngsten Prognos-Studie zur Lebensqualität. Weniger gut schneidet der Landkreis Neustadt ab.

Weiden ist in punkto Lebensqualität auf einem guten Weg. Das bestätigt die Prognos-Studie.
von Josef-Johann Wieder Kontakt Profil

(wd) München liegt einsam an der Spitze, Regensburg auf Platz 13. Aber selbst mit Rang 167 ist die Stadt Weiden durchaus zufrieden. Schließlich liegt die Max-Reger-Stadt damit im guten Mittelfeld der Studie "Lebensqualität", welche die Prognos AG im Auftrag des ZDF erstellt.

Die Professoren untersuchten alle 401 Städte und Landkreise in Deutschland. Es ist die Regionalbibliothek, die dafür sorgt, dass Weiden ein so gutes Bild abgibt: Mit den Ausleihen liegt sie nämlich auf dem bundesweit sensationellen zweite Platz, bei den aktiven Nutzern reicht es für Platz 8. Nur Regensburg ist noch einen Tick besser. "Das zeigt, dass unser Weg der richtige war. Die Regionalbibliothek ist ein überregionales Aushängeschild. Dieser Erfolg ist Bestätigung und Ansporn zugleich", sagt OB Kurt Seggewiß an Montag zu den Ergebnissen der Deutschlandstudie, die Weiden im Bereich "Freizeit und Natur" auf Platz 104 setzt.

Interessant ist unser Vergleich in der Region. Die Stadt Amberg muss sich mit Platz 267 zufrieden geben, und ordnet sich beachtliche 100 Ränge hinter Weiden ein. Auch bei den Landkreisen zeigt sich ein ähnliches Bild: Schwandorf erreicht Platz 176, Tirschenreuth liegt auf 180, Neustadt erreicht Platz 229. Der Landkreis Amberg-Sulzbach rutscht auf Rang 286: Er patzt überraschend im Kapitel "Freizeit und Natur" mit Platz 366.

Hohe Sicherheit

Auffallend positiv bei den Tirschenreuthern: Sie erreichen zweimal den zweiten Platz, nämlich bei der geringen Anzahl von Gewaltverbrechen und bei der Beteiligung der letzten Kommunalwahlen. Weiden muss sich bei den Gewaltverbrechen (ebenfalls auf 1000 Einwohner berechnet) mit Rang 316 begnügen, Amberg Stadt mit Platz 329 (Neustadt Rang 33). Ähnliches gilt den Getöteten und Verletzten im Straßenverkehr, wo Weiden Platz 396 belegt, und Neustadt überraschend Rang 184 einnimmt. Bei den Wohnungsaufbrüchen liegen Weiden und Neustadt direkt nebeneinander auf den guten Platz 71 und 72.

Der Landkreis Neustadt kann sogar einen absoluten Spitzenplatz vorweisen, liegt bei der Wahlbeteiligung bei der letzten Kommunalwahl noch vor Tirschenreuth. Weit abgeschlagen ist in diesem speziellen Punkt hingegen Weiden und landet auf Rang 364. Gar nur Platz 392 erreicht Tirschenreuth beim Aspekt "Erholungsflächen".

Geringe Lebenserwartung

Obwohl die Stadt Weiden mit vielen erfreulichen Ergebnissen aufwarten kann, rutscht sie bei der Lebenserwartung der Bürger ganz weit nach hinten: Die Männer landen auf Rang 388, die Frauen auf 389. Dies sind nach der Anzahl der Verkehrsopfer die schlechtesten Werte Weidens bei den 53 untersuchten Indikatoren. Im Landkreis Neustadt lebt's sich offenbar länger: Frauen erreichen Platz 320, Männer sogar 284. Tirschenreuth liegt mit den Plätzen 340 bzw. 343 zwischen den Nachbarn.

Erstaunlich ist, dass Weiden sich bei der Kaufkraft nur auf Platz 188 einsortiert (Neustadt 288). Neustadt behauptet sich bei den Schulden öffentlicher Haushalte auf Rang 108 (Weiden: 273). Ähnlich ist das Bild bei den privaten Schuldner mit Platz 48 im Landkreis Neustadt und 327 in Weiden. Dies spiegelt sich in der Kinderarmut (Rang 48 im Landkreis, 306 in Weiden) sowie Altersarmut (99 bzw. 350) wider. Gleichstand herrscht bei den Übergewichtigen: Hier weist die Prognosstudie sowohl für Weiden wie auch für Neustadt Platz 272 sowie für Tirschenreuth, Stadt Amberg und Landkreis Amberg-Sulzbach jeweils Platz 292 aus.

Die Ergebnisse der Studie im Detail

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