14.10.2020 - 19:07 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden ist Risikogebiet: Maskenpflicht für Innenstadt

Die schlechten Corona-Nachrichten reißen auch am Mittwoch nicht ab. Eine besonders schlechte kommt diesmal von der Weidener Eishockey-Mannschaft. Die Stadt zieht Konsequenzen, die in den Alltag vieler Menschen eingreifen.

In Weiden gelten wieder verschärfte Coronaregeln. Teilweise sind diese noch strenger als im Frühjahr.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Ein sprunghafter Corona-Ausbruch beim Eishockey-Team Blues-Devils Weiden ist vermutlich der Grund, dass in Weiden die Coronawerte nach oben schießen. Am Mittwoch lag der Wert der Coronafälle in sieben Tagen je 100 000 Einwohner noch knapp unter 40. "Auf Grund einer veranlassten Reihentestung ist davon auszugehen, dass bereits morgen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen erreicht wird", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt vom Mittwochabend.

Nur noch fünf Personen

Die Mitteilung verkündet weiter drastische Maßnahmen, die die Ausbreitung des Virus verhindern soll: "Der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum wird außerhalb der engeren Familie auf eine Gruppe von bis zu fünf Personen beschränkt. Zusammenkünfte im Privaten werden ebenfalls außerhalb der engeren Familie auf bis zu fünf Personen beschränkt." Dazu dürfen nur mehr 50 Personen an Veranstaltungen unter freiem Himmel teilnehmen, in geschlossenen Räumen sind nur 25 erlaubt.

Zusätzlich gilt ab sofort eine Maskenpflicht in der Fußgängerzone vom Josef-Witt-Platz bis zum Unteren Tor. "Im selben Bereich wird auch der Alkoholkonsum außerhalb der zulässigen Gastronomiebetriebe untersagt". Gelten soll diese Allgemeinverfügung zunächst für zwei Wochen.

Auch wenn die Stadt nicht direkt auf den Vorfall eingeht, dürfte der rasante Anstiege mit der Entwicklung bei der Eishockey-Mannschaft Blue Devils Weiden zusammenhängen. Am Mittwoch wurde bekannt, dass alleine 15 Spieler der ersten Mannschaft positiv auf das Virus getestet wurden. Hinzu kommen einige Fälle in zwei Nachwuchsmannschaften, bestätigt Blue-Devils-Geschäftsführer Franz Vodermeier. Die gesamte Mannschaft und mehrere Betreuer befinden sich inzwischen in Quarantäne. Wie es zur unbemerkten Ansteckung einer kompletten Mannschaft habe kommen können, dazu gab es vom Verein keine Auskunft: Dies müsse nun das Gesundheitsamt ermitteln.

Am Mittwoch, Stand 8 Uhr, hatte das Landesamt 588 neue Coronafälle im Freistaat vermeldet, hinzu kamen fünf neue Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung stehen. In der Oberpfalz gab es keinen neuen Todesfall, aber 32 neue Coronafälle. Der Ausbruch bei den Blue Devils ist darin noch nicht enthalten.

Amberg-Sulzbach hält sich gut

Der 7-Tage-Wert für Bayern lag am Mittwoch bei 30,26, in der Oberpfalz bei 25,24 Fälle jeweils für 100 000 Einwohner. In der Oberpfalz lagen die Stadt Regensburg, der Kreis Cham und der Kreis Tirschenreuth über dem Warnwert von 35. Auf der anderen Seite hält sich der Landkreis Amberg-Sulzbach ungewöhnlich gut. Dort beträgt der 7-Tage-Wert lediglich 4,85 Fälle je 100 000 Einwohner.

Corona in Zahlen

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