03.12.2020 - 11:16 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weiden-West IV: Wohin mit dem Oberflächenwasser?

Das Gewerbegebiet Weiden-West IV beschäftigte den Stadtrat in einer Sondersitzung. Dabei gab es auch nochmal Klärungsbedarf in Bezug auf die wasserrechtlichen und geologischen Untersuchungen.

ws0112-Weiden West IV Bild: Gabi Schönberger
von Stephanie Hladik Kontakt Profil

Ein Großteil des Oberflächenwassers im geplanten Gewerbegebiet Weiden-West IV an der B 470 soll in die Schweinnaab eingeleitet werden. Dafür brauche es ein wasserrechtliches Verfahren, das bereits in den Gesamtzeitplan eingearbeitet wurde, wie Baudezernent Oliver Seidel auf Nachfrage von CSU-Stadtrat Benjamin Zeitler erklärte. Des weiteren seien Maßnahmen zur Regenrückhaltung vorgesehen, die teilweise auch außerhalb des betreffenden Gebietes liegen. Die Einleitungen des Oberflächenwassers würden, so Seidel, zeitlich versetzt erfolgen. So werde auch vermieden, mögliche Hochwasser zu verstärken. Eine Befürchtung, die Gerald Bolleininger (SPD), zuvor geäußert hatte. "Mit den Rückhaltemaßnahmen entlasten wir sogar zusätzlich den Weidingbach", ergänzte Stadtkämmerin Cornelia Taubmann. Das hydrogeologische Gutachten hätte zudem ergeben, so Oberbürgermeister Jens Meyer, dass sich trotz einer vermehrten Bodenversiegelung die Situation dort verbessern werde.

Neues hatte der Baudezernent zum Umgang mit geogenen Verunreinigungen im Boden zu berichten. Hier hatte Hans-Jürgen Gmeiner (CSU) nachgefragt. Bereits vor mehreren Jahren habe, sagte Seidel, ein Gutachter darauf hingewiesen, dass mit natürlich vorkommenden Schwermetallen in dem Gebiet West IV zu rechnen sei. Mittlerweile sei durch das hydrogeologische Gutachten und Probebohrungen bestätigt, dass sich Blei im Boden befindet. Wie also, damit umgehen? "Es gibt im Umweltrecht das sogenannte Verschlechterungsgebot", sagte Seidel. "Das erlaubt es, lokale Erdbewegungen an Ort und Stelle zu verräumen." Das Erdreich müsse also nicht entsorgt werden.

Gibt es Alternativen zu Weiden-West IV?

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