Das NOC werde definitiv im Herbst eingeweiht. "Und es hat auch Mieter", verkündete SPD-Fraktionschef Roland Richter am Dienstagabend bei der Nominierungsversammlung der Hammerweg-SPD im "Cafe Hägler". "Die Fassade bleibt nicht so wie jetzt. Sie bekommt die versprochenen Stelen aus Keramik." Er setze dabei großes Vertrauen in die Betreiberfirma Fondara. "Es gibt keinen Grund zum Jammern."
Um die Akzeptanz des neuen Einkaufszentrums in der Bevölkerung sei ihm nicht bange. "Wir weisen Einkaufszahlen auf, um die uns andere Städte beneiden. Ein irres Einkaufsgebiet für eine Stadt mit nur 42 000 Einwohnern." Richter betonte einen "Riesenzuwachs" in Gesundheitswesen, Industrie und Handel in der Ära Kurt Seggewiß. Die Zahl an sozialversicherungspflichtigen Erwerbstätigen sei seit 2008 um 4200 gestiegen. "Der Leiharbeiteranteil liegt nur bei drei Prozent".
Der Schuldenberg sei in derselben Zeit - "obwohl bei Übernahme viele Aufgaben nicht erledigt waren" - um 12,8 Millionen gesunken. Richter verwies auf OTH und FOS/BOS - "die modernste in Bayern" und beklagte die "Bremser" im Stadtrat, die sich gegen einen Neubau der Realschulen in Kombination mit der Gerhardingerschule stellten. Ein weiterer Ausbau von Kitas sei das beste Integrationsprogramm. Besonders stolz zeigte sich Richter über die tarifliche Bezahlung im Klinikum. "Da sind wir die einzigen in ganz Bayern." Richter könnte sich vorstellen, Ärzten aus der Region - "es gibt ganz viele, die bei uns studiert haben" - eine Chance zu geben.
Schließlich warb Richter um Stimmen für Jens Meyer bei der Nominierung am 2. Februar. Meyer sei seit zehn Jahren der OB-Stellvertreter, beliebt bei den Beschäftigten und ein Teamplayer. "Er kann sofort anfangen und braucht es nicht erst zu lernen." Und: "Wir sind kleiner als die CSU. Deshalb müssen wir professioneller sein. Wir müssen Weiden auf die Zukunft vorbereiten."
Kritische Töne schlug Ortsvorsitzender Josef Lingl an, beklagte den sozialen Kahlschlag. Sein Fazit über den versprochenen Neuanfang der Bundes-SPD fiel verheerend aus. Die Durchschnittsrente in Weiden liege bei 850 Euro. Große Teile der Rentner gingen zur Tafel, andere wanderten aus. Lingl sprach von "politischem Versagen auf höchster Ebene." Aus dem Zuhörerkreis kam die Bitte, diese Sachlage mit dem Bundestagsabgeordneten vor Ort, Uli Grötsch, zu erörtern. "In Berlin würde uns eh keiner zuhören."
Zu Delegierten für die Nominierung des OB-Kandidaten gewählt wurden Florian Graf, Sandro Fleischmann und Josef Lingl. Otto Schell wurde für 30 Jahre Mitgliedschaft geehrt.















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