Anfragen wurden im Vorfeld der Bürgerversammlung schriftlich eingereicht. Eine davon brachte das im Stadtrat umstrittene Thema zurück auf die Agenda. Bisher war CSU-Fraktion überzeugt, es handle sich dabei um ein echtes Problem. Insbesondere an warmen, trockenen Sommertagen soll aufgewirbelter Sand zu den Gäste der angrenzenden Lokale wehen.
Die SPD dagegen war noch im September der Meinung, dass es ein solches Problem schlichtweg nicht gebe. Ungeachtet sich scheidener Geister soll sich nun vielleicht etwas ändern. Das gaben Oberbürgermeister Seggewiß und Baudezernent Oliver Seidel am Mittwochabend auf der Bürgerversammlung bekannt. Eine Anfrage von Irmi Eckel-Schönig hatte das Thema in die Bürgerversammlung hinein getragen.
Ihre Idee: Die Mitte des Platzes begrünen. Die Marktstände, die immer mittwochs und samstags vor Ort sind, könnten ihr zufolge auf den Oberen Markt ausweichen. Das "Thema Natur in der Stadt" soll aufgegriffen werden. Die Verlagerung der Marktstände ist keine Option, erklärte OB Seggewiß. Der Untere Markt, den er als "das grüne Wohnzimmer" der Stadt bezeichnete, sei sehr beliebt. Dazu trage auch der Markt seinen Teil bei. Die Weidenerin Irene Kassubek unterstützte die Anfrage Eckel-Schönigs. Sie zeigte sich davon überzeugt, dass "eine Verbindung von Grün und Wochenmarkt möglich sein" kann.
Barrierefreiheit hilft
Laut Baudezernent Oliver Seidel war das Thema bereits in verschiedenen Ausschüssen diskutiert worden. "Aufhänger" für die mögliche Umgestaltung soll das Thema Barrierefreiheit sein. "Die Umgestaltung der Flächen ist in Zusammenhang mit der Verwirklichung eines barrierefreien Straßenbelags denkbar", sagte er. Über diese Kombination nachzudenken, sei sinnvoll. Demnach seien Planungsmittel für die Umsetzung barrierefreier Wege in der Fußgängerzone bereits beantragt.
Wichtig sei es, so OB Kurt Seggewiß, "verschiedene Interessen" in die Planung mit einzubeziehen. Auch der kommunale Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden, Alexander Grundler, erklärte, man müsse überlegen, wie eine Planung aussehen könnte, so dass "alle etwas davon haben". "Die Gesamtschau muss stimmen", sagte er.
Möglichkeit zur Berücksichtigung verschiedener Bedürfnisse soll ein Gestaltungsvorschlag bieten. So soll auch die Anfrage Eckel-Schönigs "mit in den Planungsprozess einbezogen" werden.
Bezahlbarer Wohnraum
Eine Anfrage kam von Ali-Daniel Zandt (ehemaliger Landtagskandidat der Partei Die Linke). Er erkundigte sich, ob es Schritte vonseiten der Stadt gebe, "bezahlbaren Wohnraum für Normalverdiener" zu schaffen.
Bekannte Maßnahmen wurden erläutert. Am ehemaligen Turnerbund-Areal sollen 250 bis 350 Wohnungen entstehen. Seidel zufolge werden zunächst "über Gutachten die Rahmenbedingungen fixiert." Es ist geplant, 30 Prozent als "bezahlbaren Wohnraum" zu bauen. Auch das Gelände der SpVgg SV Weiden e.V. soll eine "neue Nutzung" erfahren. Zudem sei man "weiter auf der Suche nach Verdichtungspotenzialen" in alten Wohngebieten.
Lärmpegel
Eine Wohnungseigentümerin in der Bernhard-Suttner-Straße meinte, Lärmschutzmechanismen würden missachtet. Nachts stören Lieferanten vor der Max-Reger-Halle. "Die Lärmsituation wurde gutachtlich geprüft. Die Richtwerte für diese Gebietstypologie werden nicht überschritten", sagte Seidel.











Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.