10.08.2020 - 16:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener erhält nach Ärger mit Vodafone endlich Geld zurück

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Eigentlich wollte Abdullah Ugur nur seinen TV-Vertrag mit Vodafone verlängern. Doch plötzlich hat er zwei Verträge und wird dafür auch zur Kasse gebeten.

Abdullah Ugur ist zufrieden. Dank der Intervention von Oberpfalz-Medien erhält er von Vodafone die zu viel gezahlten Beiträge für seinen Fernsehanschluss wieder zurück. Nach seinem ersten Anruf kam nur das Tablet, das er in Händen hält, doch der TV-Vertrag wurde nicht verlängert.
von Jutta Porsche Kontakt Profil

Abdullah Ugur ist seit vielen Jahren Kunde bei Vodafone. Doch als er seinen TV-Vertrag verlängern will, läuft einiges schief. Der Fernseher bleibt schwarz. Ugur reklamiert und hat plötzlich zwei Verträge unter seinem Namen, für die er zur Kasse gebeten wird. X-mal ruft er beim Kundenservice an, um den Fall aufzuklären und das zu viel bezahlte Geld zurückzuerhalten. Vergeblich. In seiner Not wendet er sich an Oberpfalz-Medien. Und siehe da: Das Unternehmen bedauert die entstandenen "Unannehmlichkeiten" und erstattet "aus Kulanz" Geld zurück.

Tablet statt Verlängerung

Doch von vorn: Die etwas komplizierte Geschichte beginnt 2019. Denn noch 2019 hat der 62-Jährige, der in Weiden auch aufgrund seines sozialen Engagements bekannt ist, seinen Kabelanschluss bei Vodafone zum 9. Juli 2020 gekündigt. "Im Mai habe ich dann bei Vodafone angerufen, um mir ein neues Angebot einzuholen und den Vertrag zu verlängern", berichtet er. Der Mann im Kundenservice habe bei dieser Gelegenheit ein günstiges Tablet angeboten. "Ich brauchte eigentlich keines. Ich bin gut ausgestattet", sagt Ugur. "Aber ich habe mich schließlich dazu überreden lassen."

Bildschirm bleibt schwarz

Das Tablet hat er auch erhalten. "Die Verlängerung des TV-Vertrags hat der Service-Mitarbeiter dabei vermutlich vergessen." Die Folge: Am 9. Juli 2020, der Tag, an dem der alte Vertrag auslief, hatte Abdullah Ugur keinen Fernsehempfang mehr. Also rief er beim Kundenservice an, um den Fall zu klären. "Die Frau dort hat mir erklärt, sie kann nur einen neuen Vertrag erstellen, nicht den alten verlängern."

Zunächst habe er einige Programme nicht empfangen können. Deshalb habe er eine neue Gigabox erhalten und die alte - gemäß Absprache - zurückgeschickt. Bei all diesen Aktivitäten sei er davon ausgegangen, dass sie unter seiner alten Kundennummer registriert würden. Doch ein erneuter Anruf am 21. Juli förderte eine Überraschung zutage. "Die Frau im Kundenservice hat bemerkt, dass unter meinem Namen zwei verschiedene Kundennummern existieren. Sie war sehr freundlich und hat alles korrigiert."

Wenig später stellt der 62-Jährige jedoch fest, dass ihm nun doch unter der neuen Kundennummer einmal 59,10 Euro und einmal 14,30 Euro von Vodafone abgezogen worden waren. Dabei hätten nach seinen Angaben in diesem Zeitraum nur rund 25 Euro Kosten anfallen dürfen. Mehrfach habe er deshalb beim Kundenservice angerufen. "Ich habe versucht, alles zu erklären und höflich gebeten, das Geld zurückzuerstatten." Doch ohne Erfolg. Verärgert wandte sich der 62-Jährige an Oberpfalz-Medien mit der Bitte um Hilfe.

"Unannehmlichkeiten" bedauert

Tatsächlich bringt die Nachfrage unserer Tageszeitung bei Vodafone eine erfreuliche Wende. Laut Pressesprecherin Heike Koring habe Ugur am 5. Mai zwar nur ein Tablet bestellt und keine TV-Vertragsverlängerung beauftragt. Zudem habe er am 9. Juli telefonisch einen neuen TV-Vertrag abgeschlossen. Doch die Firma gesteht ein, dass wegen des Anrufs vom 21. Juli der Vodafone-Kundenservice den Vertrag vom 9. Juli "fälschlicherweise" gekündigt habe. "Wir bedauern daraus entstandene Unannehmlichkeiten."

Um die Angelegenheit zu klären, werden Abdullah Ugur "die in Rechnung gestellten Beträge in Höhe von 73,40 Euro" erstattet, kündigt Koring in ihrem Schreiben weiter an. Sie betont aber zugleich, dass es sich in diesem Fall um eine "Kulanz ohne Anerkennung einer Rechtspflicht" handele.

"Das Tablet war für mich Nebensache. Ich habe nur wegen der TV-Vertragsverlängerung angerufen", beharrt Ugur dagegen. Doch mit der Rückerstattung des Geldes sei für ihn der Fall erledigt. "Wenn sie einsehen, dass etwas falsch gelaufen ist, freue ich mich auch, bei Vodafone zu bleiben."

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Abdullah Ugur

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