22.10.2018 - 12:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Kripochef nimmt Abschied

Kriminaloberrat Thomas Bauer, seit zehn Jahren Leiter der Kriminalpolizei Weiden, wechselt zum 1. November nach Würzburg.

Kripochef Thomas Bauer.
von Christine Ascherl Kontakt Profil

Dort wird er am Ausbildungsstandort der Bereitschaftspolizei Leiter der dritten Abteilung und ist somit für die Ausbildung von über 700 jungen Polizeibeamten zuständig. Zudem zeigt er sich verantwortlich für mehr als 250 Mitarbeiter.

Ein Jahrzehnt an einem Dienstort gewesen zu sein bedeutet für den Erbendorfer (49 Jahre) ohnehin schon eine lange Zeit: Er hat eine abwechslungsreiche Karriere mit vielen Stationen und beruflichen Herausforderungen hinter sich. Dabei war der Weg zur Polizei nicht unbedingt vorgezeichnet: Bauer hatte nach eigenem Bekunden nach der Schule eigentlich Elektriker werden wollen. Erst nach einer Lehre bei der Bundesbahn in Nürnberg bewarb er sich für den Polizeidienst.

Der Weg ging steil nach oben, führte über den mittleren Dienst mit Stationen als Streifenbeamter in Hersbruck und Schwabach über den gehobenen Polizeivollzugdienst schließlich in den höheren Dienst. Bauer war unter anderem Dienstgruppenleiter in Hersbruck, Stationsleiter in Nürnberg-Langwasser und Dienststellenleiter in Erlangen. Er war auch ein Jahr Pressesprecher des Polizeipräsidiums Nürnberg. 2002 bis 2004 unterrichtete er als Polizeifachlehrer bei der Bereitschaftspolizei Nabburg. Bevor er 2008 in die Heimat nach Weiden kam, war Bauer im Sachgebiet Einsatz für Ordnungs- und Schutzaufgaben im Polizeipräsidium Oberfranken eingesetzt. Nun führt ihn sein Weg wieder in die Ausbildung junger Polizisten zurück.

Die Region rund um Weiden verdankt ihm als Mitbegründer der Initiative "Need no Speed" eine Präventionsarbeit, die bundesweit vorbildhaft ist. Mit Suchtberater Gerhard Krones und Jürgen Preisinger vom Kreisjugendring Tirschenreuth ist er seit 2012 treibende Kraft.

Privat lebt Bauer in Erbendorf, seine Lebenspartnerin mit zwei Kindern (11 und 14) kommt aus dem Raum Weiden. Den Urlaub verbringt er gern in Griechenland, was nicht weiter wundert: Bauer ist "ein halber Grieche". Seine Mutter ist Griechin, kam mit 16 Jahren nach Deutschland. Der Vater verstarb früh, als Bauer zwölf Jahre alt war. Das Elternhaus in Erbendorf ist für ihn trotz aller Stationen immer Lebensmittelpunkt geblieben: Mit Leidenschaft werkelt er daran herum, wenn er neben dem Beruf Zeit dafür findet.

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