06.06.2021 - 11:35 Uhr
Weiden in der OberpfalzOberpfalz

Weidener Max-Reger-Tage mit spektakulärer Ouvertüre nach den großen Ferien

Die Max-Reger-Tage 2021 sollen am 17. September starten – mit einem "Inferno". Für mehr Mittel für die Kultur insgesamt setzt sich nicht nur ihre Macherin ein.

Die neueste Anschaffung des Stadtmuseums, eine original Reger- Handschrift. Dank einer großzügigen Spende des Förderkreises der Max- Reger- Tage konnte der Reger-Autograph des Lieds "Letzte Bitte" gekauft werden.
von Autor hczProfil

Die Max-Reger-Tage 2021 sind in trockenen Tüchern. Falls nicht Corona noch dazwischenfunkt, finden sie vom 17. September bis 1. Oktober mit Beteiligung international bekannter Organisten und Pianisten statt. Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz informierte im Alten Schulhaus zusammen mit Sabine Guhl, der Leiterin von Regionalbibliothek und Keramikmuseum, Bürgermeister Lothar Höher und Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger über die Planungen – und den dringend erforderlichen Finanzbedarf für Kunst und Kultur in Weiden.

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Weiden in der Oberpfalz

Besonders freue sie sich auf ein Novum: Ein "Pre-Opening" im August im Innenhof der Regionalbibliothek, bei dem die "Inferno-Phantasie" zu Gehör kommen soll, eines der gewaltigsten Orgelstücke Regers. Es gebe im ganzen Land kein vergleichbares Max- Reger-Festival, berichtete Vorsatz. Schon bisher seien die Max-Reger-Tage mit einem fünfstelligen Betrag gefördert worden. Für die zahlreichen bekannten und beliebten Kulturveranstaltungen bedürfe es aber einer Dauerförderung. Sich dafür einzusetzen, baten Vorsatz und Höher den Landtagsabgeordneten. Trotz Finanzschwierigkeiten der Stadt sei Kunst und Kultur nicht als „freiwillige Leistung“ zu betrachten, sondern sei „Daseinsvorsorge“, stellte Höher fest.

Sabine Guhl legte dar, dass Fördermittel für Modernisierung und Öffentlichkeitsarbeit gebraucht würden. Eine „pfiffige Homepage“ sei vonnöten. Nach der Finissage zur derzeit laufenden Afrika- Ausstellung am 4. Juli beginne man in der Regionalbibliothek mit Neugestaltungen und Umbauten, so Guhl. Es werde ein „Prototyp-Raum“ geschaffen, in dem neue Konzepte erprobt würden.

„Neue Wege“ seien in der Pandemie gegangen worden. Oetzinger nannte „Kunst to go“ und „Schaufensterkunst“ als Beispiele. Nun gelte es, einen Neustart zu wagen. In der ganzen Region würden große Schätze lagern, Exponate, die ansonsten in München stehen würden. Der „Hunger“ der Menschen nach Kunst und Kultur sei groß. Dies sei nicht nur ein weicher Standortfaktor, sondern auch systemrelevant. Der Landtagsabgeordnete versprach, sich für die Weidener Anliegen einzusetzen.

Im Max-Reger- Zimmer im Stadtmuseum: (von links) Landtagsabgeordneter Stephan Oetzinger, Bürgermeister Lothar Höher, Kulturamtsleiterin Petra Vorsatz und Sabine Guhl (Regionalbibliothek und Keramikmuseum).

 

 

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