Ein letztes Mal hat der Kaiser sein Reich zurückerobert. Narrhalla-Präsident Christian Würdinger hat Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, der als Napoleon Bonaparte verkleidet war, den Schlüssel der Stadt und die Stadtkasse am Ende der Faschingszeit zurückgegeben. Währenddessen bleibt das Rathaus am Dienstag geschlossen, die Mitarbeiter wollten selbst Fasching feiern. Laute Musik, Bierbänke und Narren, wohin das Auge reichte. Zurück an der Macht musste der Rathauschef mit dem Blick in die Kasse feststellen: "Da ist ja gar nichts mehr drinnen." Den Scherz konnte sich der Oberbürgermeister nicht verkneifen: "Ich dachte, das Geld könnten wir für die Kliniken und die Turnhalle hernehmen." Daraus wird wohl nichts. Seggewiß zur Narrhalla: "Ja, ja, Hauptsache ihr habt euren Spaß gehabt."
Für Würdinger allerdings bedeutet Fasching nicht nur Spaß, sondern viel harte Arbeit. Das wusste auch Seggewiß. Vielleicht lag es daran, dass der scheidende OB das letzte Mal Fasching im Rathaus feiern konnte oder aber dass er, wie er selbst sagt, die Arbeit der Narrhalla als "sehr große Bereicherung" für die Stadt Weiden ansieht. Was kam, war jedenfalls eine Premiere: Seggewiß verlieh Würdinger den Orden des Oberbürgermeisters der Stadt Weiden für seine Verdienste als Ehrenamtlicher.
Schließlich bleibt zu hoffen, dass Seggewiß seine feierwütige Meute aus Mäusen, Matrosen, Mönchen, meuternden Piraten und Milchkühen am Ende des Tages wieder unter Kontrolle bringen konnte.















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