Weiden in der Oberpfalz
21.01.2019 - 16:22 Uhr

Weidner Schülerforscherin für Deutsche Physik-Meisterschaft qualifiziert

An Wochenenden im Winter verirren sich gewöhnlich nicht viele auf den Campus der Universität Bayreuth. Das ist am Samstag anders. Zu den Besuchern gehört Leonie Steinsdörfer vom Augustinus-Gymnasium.

Von links: Emanuel Eckl, Leonie Steinsdörfer und Professor Walter Zimmermann diskutieren über das sogenannte Kugelstoßpendel (in der Wettbewerbssprache „Newtons Cradle“).
(Bild Simeon Völkel / Bayreuth, Doktorand in der Physik) Bild: exb
Von links: Emanuel Eckl, Leonie Steinsdörfer und Professor Walter Zimmermann diskutieren über das sogenannte Kugelstoßpendel (in der Wettbewerbssprache „Newtons Cradle“). (Bild Simeon Völkel / Bayreuth, Doktorand in der Physik)

Die Weidener Schülerforscherin hat sich beim Physik-Turnier an der Uni für die Deutsche Physik-Meisterschaft qualifiziert. Im Gebäude Naturwissenschaften II (NW II) hatten sich die Schüler, genauer Jungphysiker, zum Regionalentscheid des "German Young Physicists Tournament" (GYPT) getroffen.

In diesem Physikwettbewerb versucht jeder Teilnehmer, eines von 17 anspruchsvollen, international ausgeschriebenen Rätseln experimentell und theoretisch zu untersuchen und zu verstehen. Am Samstag präsentierten sie in Bayreuth ihre jeweiligen Erklärungen. Das machten sie auf Englisch, genauso wie bei einer wissenschaftlichen Tagung. Jeder Teilnehmer hatte sich selbstverständlich den kritischen Fragen anderer Teilnehmerteams und einer Jury aus Studierenden, Lehrern und Professoren der Physik zu stellen und versuchte, diese zu überzeugen.

Viele Teilnehmer bereiteten sich mit Unterstützung des TAO-Schülerforschungszentrums an der Universität Bayreuth (SFZB) unter Anleitung von Professor Walter Zimmermann sowie der Studenten Sebastian Friedl und der beiden ehemaligen Augustinus-Schüler Fabian Eller und Jonas Landgraf auf diesen Wettbewerb vor.

Im Teilnehmerfeld am Samstag waren Schüler aus den Jahrgangsstufen 8 bis 12 vertreten. Zur Freude der Betreuer am SFZB waren auch vielversprechende "Newcomer" darunter, so wie das Team vom Augustinus-Gymnasium in Weiden, Emanuel Eckl und Leonie Steinsdörfer. Als "Newcomerin" qualifizierte sich Steinsdörfer auf Anhieb für die Deutsche Meisterschaft in Bad Honnef bei Bonn zwischen 8. und 10. März.

Leonie Steinsdörfer beschäftigte sich mit der Erklärung des "Looping Pendulum". Hierbei befestigt man zwei unterschiedliche Gewichte an den Enden eines Fadens. Man legt diesen über eine Stange und gibt dem kleinen Gewicht Schwung, damit es sich um die Stange wickelt. Während das große Gewicht nach unten zieht, vollzieht das kleine Gewicht faszinierende spiralförmige Bahnen um die Stange. Das Experiment ist mit einfachen Mitteln durchführbar, erfordert aber eine sorgfältige Umsetzung, um es mit Modellen quantitativ vergleichen zu können. Dies erfordert aber ein Physikverständnis auf dem Niveau von Studierenden des zweiten Semesters. Leonie hat beides sehr gut gemeistert und die Jury überzeugt.

"Alle Wettbewerbsteilnehmer haben in den letzten Wochen wieder einen enormen Entwicklungssprung gemacht. Sie haben durch Vorträge und Diskussionen stark an Selbstsicherheit hinzugewonnen. Neben Teamwork gehört bei den Projekten in diesem Physik-Wettbewerb auch der Umgang mit Rückschlägen dazu", so Professor Zimmermann. Daraus zu lernen und mit Zuversicht neue Lösungsansätze zu entwickeln, sei auch im Leben wichtig.

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