Weiden in der Oberpfalz
18.07.2018 - 15:50 Uhr

"Was will ich werden?"

Welcher Beruf passt am besten zu meinen Fähigkeiten und Interessen? Das können Schüler herausfinden im Berufsbildungszentrum die Handwerkskammer.

Schüler der Max-Reger-Schule lernen bei Bäckermeister Alois Spitzer (rechts) das Bäckerhandwerk kennen. R. Kreuzer
Schüler der Max-Reger-Schule lernen bei Bäckermeister Alois Spitzer (rechts) das Bäckerhandwerk kennen.

(kzr) "Was will ich werden?" Diese Frage lässt sich bei der Vielzahl an anerkannten Ausbildungsberufen gar nicht so einfach beantworten. Deshalb probiert die Klasse 7a der Max-Reger-Schule ein paar Berufe aus. Derzeit ist sie in der Handwerkskammer und testet den Bäckerberuf. Bäckermeister und Ehrenobermeister Alois Spitzer will die Stärken und Schwächen der Schüler analysieren, der Beruf soll auch Begeisterung für das praktische Können wecken. Er war als Berufsschullehrer in Grafenwöhr tätig. Nun bietet er Orientierungshilfe an.

Seit neuestem bietet die Handwerkskammer in Weiden Berufsorientierung für das Bäckerhandwerk an. Lehrer Michael Fleischmann hat im Vorfeld mit den dreißig Schülern in Theorie schon mal vorgearbeitet. Den Übungsteig für zwei Brezen, zwei Zöpfen und zwei Spiralen, sowie zwei Schnecken müssen die Schüler jedoch praktisch üben. Die Schautüte mit ihren selbst gemachten Backwaren dürfen die Schüler mit nach Hause nehmen. Diese Berufsorientierung dauert zwei Wochen und ist für alle Schüler ab der 7. Klasse in Förder-, Haupt- und Realschulen. "Diese Berufsorientierung wird für die Berufe des Friseurs, Maler, Elektro, Maurer, Kfz-Metall, Kaufmann und Schreiner angeboten", erläutert Alois Spitzer.

Das Programm hilft mit diesem präventiven Ansatz an der Schnittstelle zwischen der Schule und der weiteren beruflichen Laufbahn, auch Jugendarbeitslosigkeit und Ausbildungsabbrüche zu vermeiden. Schüler sollen außerhalb der Schule praxisnah verschiedene Berufsfelder kennenlernen. Die Handwerkskammer kooperiert eng mit Schulen, am Ende erhalten die Schüler auch ein Zertifikat, das sie bei Bewerbungen vorlegen können. "Die Gesamtmaßnahme besteht aus vorgelagerter Potenzialanalyse und Berufsorientierung, die Potenzialanalyse kann in der Schule oder auch beim Bildungsträger erfolgen", sagt Michael Knauer vom Bildungszentrum.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.